Unicredit Spezzotti wird Spartenchef

Das italienische Geldhaus Unicredit hat den Umbau des Investmentgeschäfts vorläufig abgeschlossen. Der Bankmanager Edoardo Spezzotti wurde zum neuen Divisionsleiter befördert. Sein bisheriger Co-Chef Theodor Weimer führt den Unterbereich Investmentbanking künftig allein und berichtet an Spezzotti.

Mailand - Unicredit  hat Edoardo Spezzotti zum Chef der Sparte Markets und Investmentbanking ernannt, teilte die italienische Großbank mit. Spezzotti wird künftig an seinen Vorgänger Sergio Ermotti berichten.

Mit der jüngsten Personalie sind die Umstrukturierungen im Investmentgeschäft bei Unicredit vorläufig beendet, die schon vor einem Jahr begonnen hatten. Die Investmentgeschäfte der Unicredit wurden mit denen der Tochterbanken Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und der bayerischen HypoVereinsbank (HVB)  zusammengelegt.

Spezzotti war an der Zusammenführung maßgeblich beteiligt und galt daher auch als natürlicher Anwärter für den Spitzenposten. Seine Beförderung kam nicht überraschend, wie es aus Bankenkreisen heißt. Der 56-Jährige steigt damit nach nur einem Jahr innerhalb der Unicredit-Gruppe auf. Seit Juni 2006 leitete er gemeinsam mit Theodor Weimer das weltweite Investmentbanking. Zuvor war der Manager bei Goldman Sachs  und Merrill Lynch  tätig.

Neben seiner Funktion als Spartenchef wird Spezzotti auch im Konzernvorstand der Unicredit vertreten sein. Die Sparte Markets und Investmentbanking besteht bei den Italienern aus den drei Geschäftsfeldern Markets, Principal Finance (Private Equity) und dem klassischen Investmentbanking; letzteres führt Theodor Weimer künftig allein und berichtet an Spezzotti.

Spezzotti Vorgänger, der Schweizer Ermotti, führte die Sparte Markets und Investmentbanking knapp eineinhalb Jahre lang. Im Zuge der Neuordnung der Konzernspitze vor wenigen Wochen wurde er zu einem von drei Stellvertretern des Konzernchefs Alessandro Profumo befördert. Den Bankenlenker vertreten neben Ermotti der Leiter der Bankverwaltung Paolo Fiorentino und Retailvorstand Roberto Nicastro.

Sorgen, dass durch die neue Struktur der Einfluss der HVB geschwächt werden könnte, hat man in München nicht. Dort wird auch weiterhin der Sitz des klassischen Investmentgeschäfts bleiben. Der Großteil der mehr als 3000 Mitarbeiter der Investmentsparte arbeitet in München.

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