Donnerstag, 19. September 2019

Siemens Bewährungsstrafe für Ex-Manager

Ein ehemaliger Manager von Siemens wurde zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Mitarbeiter der Gebäudetechniksparte SBT hatte zugegeben, Scheinrechnungen über mehrere hunderttausend Euro ausgestellt zu haben.

Frankfurt am Main - Ein früherer Siemens-Manager ist wegen Schmiergeldzahlungen für Gebäudewartungsverträge zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Zudem muss der ehemalige Mitarbeiter der Gebäudetechniksparte SBT des Siemens-Konzerns Börsen-Chart zeigen 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, wie eine Sprecherin des Frankfurter Landgerichts sagte. Das Urteil ist rechtskräftig.

Ein Ex-Siemens Manager wurde heute verurteilt: Er hatte Scheinrechnungen ausgestellt
Der 44-jährige Manager hat gestanden, Scheinrechnungen über mehrere hunderttausend Euro ausgestellt zu haben. Er hatte sein Verhalten damit gerechtfertigt, dass er den Auftrag bei der Deutschen Bank ohne Bestechung nicht bekommen hätte.

Rund ein Drittel der Beträge auf den gefälschten Rechnungen gingen nach seinen Angaben an Personen, die das Geld selbst von ihm verlangt hätten. Er selbst habe bis zu 40.000 Euro für sich selbst behalten.

Ein Ex-Mitarbeiter der Deutsche Bank Asset Management ist im Zusammenhang mit den gezahlten Bestechungsgeldern bereits zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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