Investoren Schlechte Noten für Manager

Harsche Kritik an deutschen Chefs fördert eine Studie zutage, die der Harvard Businessmanager veröffentlicht. Nach Einschätzung institutioneller Investoren verkaufen sich viele Führungskräfte hierzulande unter Wert. Den meisten Entscheidern mangelt es allerdings tatsächlich an praktischer und strategischer Erfahrung.

Hamburg - Was Fondsmanager und Vertreter von Private-Equity-Gesellschaften bei deutschen Führungskräften vermissen - und wie diese sich besser behaupten können -, beschreibt die Beraterin Sabine Dembkowski in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe 07/2007 des Harvard Businessmanagers .

Die Fragestellung nach persönlichen Stärken von Topmanagern ist für institutionelle Investoren Alltagsgeschäft. Sie bewerten nicht nur die Unternehmen, die sie interessieren, sondern auch deren Management.

Laut den befragten Investoren mangelt es den meisten Managern vor allem an praktischer Erfahrung. Damit ist eine fundierte Kenntnis interner Abläufe in Unternehmen gemeint. Auch Manager, die Strategien nicht nur planen, sondern auch umsetzen können, seien Mangelware.

Befragte Investoren kontrollieren 55 Milliarden Euro

Zudem verkauften sich viele Manager unter Wert, weil sie Fehler bei der Selbstdarstellung gegenüber Investoren machten. Statt zu zeigen, welche Werte sie in ihrer Karriere geschaffen haben, versteckten sie sich häufig hinter Stellenbeschreibungen.

Die Autorin befragte 20 institutionelle Anleger und Private-Equity-Gesellschaften an den Finanzplätzen London und Frankfurt. Die befragten Investoren verwalten jeweils zwischen zwei und drei Milliarden Euro und sind insgesamt für 55 Milliarden Euro Investitionssumme verantwortlich. Für sie zählen bei der Bewertung von Managern praktische Erfahrung, die Erfolgsbilanz, das persönliche Netzwerk, strategische Erfahrung und die Shareholder-Perspektive.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.