Linde Burt geht schon wieder

Trevor Burt verlässt den Vorstand von Linde - aus familiären Gründen, wie er sagt. Dennoch hat der Schritt eine strategische Dimension. Bei der Gelegenheit wird die Führungsmannschaft des Gasekonzerns verkleinert.

München - Beim Technologiekonzern Linde  wird Trevor Burt aus dem Vorstand ausscheiden. Der Manager war bisher für die Region Asien/Pazifik sowie das Flaschen- und Elektronikgasegeschäft zuständig.

Burt verlasse das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen, teilte Linde mit. "Jetzt hat meine Familie Vorrang", kommentierte Burt.

Nach Informationen des manager magazins war dem 49-Jährigen der Arbeitsdruck im Unternehmen zu hoch. Konzernchef Wolfgang Reitzle sei schon länger mit dem Arbeitsethos und den Geschäftsresultaten des Neuseeländers unzufrieden gewesen. Das berichtet das Magazin in seiner neuesten Ausgabe, die ab Freitag (20. Juli) am Kiosk erhältlich ist.

Mit dem Ausscheiden Burts will Linde seinen Vorstand von derzeit fünf auf vier Mitglieder verkleinern und ab 1. August die Ressorts neu zuschneiden. Burts Aufgaben sollen sich dann seine Vorstandskollegen Aldo Belloni und Kent Masters teilen.

Burt war erst im vergangenen Herbst, nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC, in den Vorstand gekommen. Er und Kent Masters waren die zwei einzigen BOC-Manager, die im Integrationsprozess der beiden Unternehmen in Spitzenpositionen gebracht wurden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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