Investmentbanker FBI-Suche beendet

Die österreichische Polizei hat einen vom FBI gesuchten Investmentbanker verhaftet. Seit März 2002 war Michael W. Berger auf der Flucht vor der amerikanischen Behörde. Mit seinem Hedgefonds hatte er seine Investoren über den Verlust von 400 Millionen Dollar getäuscht.

Wien - Die österreichische Polizei hat einen von der US-Bundespolizei FBI gesuchten Investmentbanker verhaftet. Der 35-Jährige Österreicher habe mit Finanzgeschäften in den USA einen Schaden von etwa 400 Millionen Dollar verursacht, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.

Die Polizei gab den Namen des Mannes nur mit Michael B. an. Er habe sich seit fünf Jahren versteckt gehalten. Auf der Liste des FBI lautet ein Steckbrief auf Michael W. Berger, der seit März 2002 gesucht wird.

Der Österreicher hatte im Jahr 1995 sein Unternehmen "Manhattan Investment Fund" (MIF) aus der Taufe gehoben. Der Hedge-Fonds hatte sich auf Offshore-Geschäfte spezialisiert. Interessierte Investoren mussten ein Minimum von 250.000 Dollar aufbringen. Bis 1999 sammelte der heute 35-Jährige insgesamt 575 Millionen Dollar ein, 400 Millionen davon verlor Berger.

Die US-Börsenaufsicht SEC erstattete Anzeige, im Jahr 2000 musste er sich vor Gericht in New York verantworten. Er hatte zugegeben, mit seinem Unternehmen Anleger mit falschen Angaben in die Irre geführt und betrogen zu haben. Der Fonds war in Konkurs gegangen.

Berger war auf Kaution frei gewesen. Zu einer Verhandlung im März 2002 erschien er nicht mehr. Seitdem wurde nach ihm gesucht. Zu seinen Kunden gehörten unter anderem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche und Banken.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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