Weberbank Christ steigt weiter auf

HCI Capital erging sich in Andeutungen: Der Chef des Fondsanbieters, Harald Christ, werde bald eine führende Rolle in einer deutschen Bankengruppe übernehmen. Tatsächlich, nun wechselt der Multimillionär zur Weberbank. Die WestLB-Tochter ist auf reiche Privatkunden spezialisiert - Christ erscheint als ideale Besetzung.

Düsseldorf - Der Vorstandschef der Hamburger HCI Capital , Harald Christ (35), wird neuer Vorstandsvorsitzender der Weberbank Actiengesellschaft. Christ folgt zum 1. Oktober dem bisherigen Vorstandschef der WestLB-Privatkundentochter, Guido Mundt, wie die Weberbank mitteilte.

Mundt (48) übernimmt zum gleichen Zeitpunkt für die WestLB die Verantwortung für die Region Asien-Pazifik. Die WestLB hatte die Weberbank vor gut zwei Jahren von der Bankgesellschaft Berlin  übernommen. Über das Institut bündelt die Großbank ihr Direktgeschäft mit vermögenden Privatkunden.

Die WestLB hatte die Weberbank vor gut zwei Jahren von der Bankgesellschaft Berlin übernommen. Über das Institut bündelt die Großbank ihr Direktgeschäft mit vermögenden Privatkunden.

HCI Capital hatte vergangenen Freitag mitgeteilt, dass Christ Ende September seinen Posten bei dem im SDax gelisteten Fondsanbieter aus Hamburg abgeben wird. Dabei wurde bereits orakelt, er werde zu einer deutschen Bankengruppe wechseln.

Christ hat sich aus einfachen Verhältnissen zum Multimillionär hochgearbeitet. Ohne Abitur und Studium bestellte die Deutsche Bank  den damals 27-Jährigen zum Direktor in der Frankfurter Zentrale. 2002 wechselte er zum Hamburger Emissionshaus HCI, drei Jahre später wurde er zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Christ ist Großaktionär von HCI Capital, er hält 8,8 Prozent der Aktien. Branchenkenner schätzen sein Vermögen auf mindestens 80 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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