Schefenacker BMW im Rückspiegel

Auf dem Chefposten von Schefenacker hält sich niemand lange. Anfang Juni wurde der Sanierungsspezialist Stefaan Vansteenkiste angeheuert, um den angeschlagenen Hersteller von Autospiegeln auf Kurs zu bringen. Künftig soll der Ex-BMW-Manager Ulrich Bruhnke die Geschicke des Unternehmens leiten.

Portchester - Der ehemalige BMW- und Mercedes-Manager Ulrich Bruhnke führt künftig den anschlagenen Autozulieferer Schefenacker. Erst im Juni dieses Jahres löste der Sanierungsspezialist Stefaan Vansteenkiste den glücklosen Stephan Taylor an der Unternehmensspitze ab.

Bruhnke war zuletzt Geschäftsführer von BMW M, die sich für die sportlichen M-Versionen ("M3") verantwortlich zeichnet. Davor sammelte er Erfahrung in gleicher Positition bei Mercedes AMG. Bruhnke kündigte an, das Unternehmen "als wesentlichen Player in der Automobilzulieferindustrie neu zu etablieren".

Ob damit endlich Ruhe bei Schefenacker einkehrt, ist ungewiss. Immerhin wurde der erneute Chefwechsel aber bereits angekündigt. "Wenn die Strukturierung von Schefenacker abgeschlossen ist, wird ein Vorstandschef mit Branchenkenntnis an die Spitze rücken", hieß es vor wenigen Wochen.

2005 entging man einer drohenden Insolvenz nur durch den Verkauf von Unternehmensanteilen an verschiedene Gläubiger. Durch den fremdfinanzierten Kauf des britischen Konkurrenten Britax im Jahr 2000 geriet der Autozulieferer in finanzielle Schwierigkeiten.

Schefenacker ist der weltweit größte Hersteller von Autospiegeln.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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