Beru Unter die Räder gekommen

Der Chef von Beru, Marco von Maltzan, hat seinen Posten vorzeitig geräumt. Trotz guter Zahlen wurde sein Vertrag nicht verlängert. Der Manager sollte das Unternehmen eigentlich bis Ende Januar 2008 führen.

Ludwigsburg - Der Vorstandschef des baden-württembergischen Autozulieferers Beru , Marco von Maltzan, hat am Dienstag seinen Posten vorzeitig geräumt. Der Schritt erfolge "im besten gegenseitigen Einvernehmen", heißt es in der Pressemitteilung.

Schon im April dieses Jahres gab Beru bekannt, dass der Vertrag von Marco von Maltzan nicht verlängert werde. Über die Gründe wird bis heute gerätselt, immerhin entwickelten sich Umsatz und Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr gut. Als Spezialist für Dieseltechnologie kann sich Beru im Weltmarkt behaupten.

Von Maltzan hätte mit dem Auslaufen des Vertrages Ende Januar 2008 von der Spitze abtreten sollen, der Chefposten ist nun seit gestern unbesetzt.

Von Maltzan, Jahrgang 1955, kam im Januar 2003 von BMW, wo er die Motorradsparte geführt hatte, zu Beru. Seine berufliche Laufbahn hatte er 1983 bei der Unternehmensberatung Roland Berger begonnen.

Die Mehrheit der Aktienanteile von Beru wurde im Jahr 2004 vom amerikanischen Konkurrenten BorgWarner übernommen. Rund 620 Millionen Euro wurden dem Finanzinvestor Carlyle und der Familie Birkel gezahlt, die 63 Prozent an Beru hielten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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