WestLB Abschied vom IT-Vorstand

Die WestLB trennt sich von ihrem Vorstandsmitglied Klaus-Michael Geiger. Der Vertrag des 45-Jährigen, der bei der Bank für Informationstechnologien zuständig war, läuft zum Ende des Jahres aus. Für die Düsseldorfer ist dies die Fortsetzung eines turbulenten Frühlings.

Düsseldorf - Der Aufsichtsrat der WestLB habe Klaus-Michael Geiger, dessen Dienstvertrag zum 31. Dezember 2007 ausläuft, nicht wieder bestellt. Das teilte die Bank nach einer mehrstündigen Sitzung ihres Kontrollgremiums mit.

Gründe für diesen Schritt wurden nicht genannt. Der 45-Jährige gehörte dem WestLB-Vorstand seit Januar 2003 an und war für Informationstechnologien zuständig.

Zuletzt hatte sich die Bank im August 2005 von Vorstandsmitglied Manfred Puffer getrennt. Außerdem hatte im März 2006 Arbeitsdirektor Rainer Schmitz, der stellvertretendes Vorstandsmitglied war, seine Ämter niedergelegt.

Anfang Mai machte die Düsseldorfer Bank mit dem geplanten Exit von Nordrhein-Westfalen Schlagzeilen. Das Bundesland ist direkt und indirekt mit insgesamt knapp 38 Prozent an der WestLB beteiligt, plant jedoch den Ausstieg als Anteilseigner bis zum Jahr 2010.

Nur wenige Wochen später sorgten die Düsseldorfer mit millionenschweren Fehlspekulationen und möglichen Regelverstößen durch Aktienhändler bundesweit für Aufruhr. Die WestLB hatte sich mit riskanten Wetten auf die Kursentwicklung von VW-Aktien verspekuliert, wodurch dem Unternehmen Verluste von mehr als 240 Millionen Euro entstanden. "Die Ereignisse im Umfeld des Eigenhandels waren ein Rückschlag, den wir zügig aufarbeiten werden", äußerte sich WestLB-Chef Thomas Fischer seinerzeit zu den Vorfällen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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