Freshfields Spitzenkraft verlässt Kanzlei

Die führende Kapitalmarktrechtlerin Walburga Kullmann wechselt zur US-Kanzlei Dewey Ballantine.

Hamburg - Die Verschlankungskur, mit der Deutschlands größte Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer seit Monaten für Schlagzeilen sorgt, geht weiter - und mit ihr der Abgang hochkarätiger Partner. Mit Walburga Kullmann (46) geht nun eine der laut dem Branchenblatt "Juve" führenden deutschen Kapitalmarktrechtlerinnen. Kullmann, die 1990 bei Freshfields ein- und 1994 zur Partnerin aufstieg, wechselt als Equity-Partnerin zur US-Kanzlei Dewey Ballantine nach Frankfurt.

Innerhalb des Bank- und Kapitalmarktrechts hat sich Kullmann auf strukturierte Produkte, vor allem Derivate, Optionsscheine, Swaps und strukturierte Anleihen spezialisiert und etwa die Credit Suisse  bei der Umverpackung von CDOs in Zertifikate beraten.

Nach dem Wechsel von Lutz Krämer zu White & Case im Februar ist sie bereits der zweite Bankrechts-Partner, der Freshfields dieses Jahr verlassen hat. Auch aus anderen Rechtsgebieten waren der Kanzlei in den vergangenen Wochen bekannte Namen von der Fahne gegangen, darunter der Pharmaexperte Ulrich Reese oder der Konzernrechtler und "Rainmaker" Christian Gehling.

Offiziell will Freshfields nicht bestätigen, dass Kullmanns Abgang in Verbindung mit der Restrukturierung der Kanzlei steht.

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