Telia Sonera Stilwechsel bei Telekomkonzern

Anders Igel muss den Chefsessel bei Telia Sonera räumen. Gefragt ist laut Aufsichtsratschef Tom von Wyman ein neuer Führungsstil, der die Mitarbeiter neu motiviert und inspiriert.

Stockholm - Anders Igel muss seinen Platz an der Spitze von Telia Sonera, dem größten nordeuropäischen Telekommunikationskonzern, räumen. Aufsichtsratschef Tom von Wyman begründete die Ablösung des seit fünf Jahren amtierenden Igel damit, dass Telia Sonera "eine neue Führung und einen neuen Führungsstil benötigt, um die Mitarbeiter zu motivieren und zu inspirieren". Bis zur Wahl eines neuen Konzernleiters soll der derzeitige Finanzchef Kim Ignatius das Unternehmen führen.

Igel war 20 Jahre für den Mobilfunkhersteller Ericsson tätig, zuletzt als Vizepräsident. Danach wechselte er zu Esselte, wo er Geschäftsführer war. Bevor Igel vor fünf Jahren Chef von Telia wurde, war er lange Zeit im Aufsichtsrat tätig. Zu seinen Hauptaufgaben zählte die Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Sonera. Die beiden nationalen Telekomunternehmen wurden im Jahr 2002 zusammengelegt.

Igel stand seit längerem wegen strategischer Fehler bei der Umstellung auf neue Geschäftsfelder auch bei größeren Anteilseignern in der Kritik, obwohl im letzten Geschäftsjahr Umsatz und Reingewinn gesteigert werden konnte. Bei dem halbstaatlichen Unternehmen ist der schwedische Staat mit 37 Prozent größter Aktionär. Finnland hält 14 Prozent.

Die Börse begrüßte den Führungswechsel bei Telia Sonera mit einem Kursanstieg von vier Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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