Nici-Gründer Pfaff Kurzer Prozess

Ottmar Pfaff, Gründer des Plüschtierherstellers Nici, muss sich Ende Juni wegen Betrugs und Untreue vor dem Landgericht Hof verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Pfaff vor, nicht existierende Forderungen zwischen 30 und 40 Millionen Euro an Factoring-Gesellschaften verkauft zu haben. Der Prozess soll nur drei Tage dauern.

Altenkunstadt/Hof - Der Firmengründer des Plüschtierherstellers Nici aus Altenkunstadt, Ottmar Pfaff, muss sich von 26. Juni an wegen Betrugs und Untreue vor dem Landgericht Hof verantworten.

Das Urteil soll bereits nach drei Verhandlungstagen, am 28. Juni, verkündet werden, sagte ein Gerichtssprecher am Montag. Die Nici AG wurde vor allem durch die Produktion des WM-Maskottchens "Goleo" bekannt.

Pfaff wird vorgeworfen, nicht existierende Forderungen an Factoring-Gesellschaften verkauft zu haben. Dabei soll es um einen Betrag zwischen 30 und 40 Millionen Euro gegangen sein. Außerdem soll er ein ungesichertes Darlehen über rund 1,5 Millionen Euro an eine Beteiligungsgesellschaft vergeben haben. Pfaff wurde wenige Tage nach der Insolvenz der Nici AG im Mai 2006 festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde die Belegschaft um rund 100 auf 500 Beschäftigte reduziert. Der Plüschtier- und Geschenkartikel-Hersteller wurde inzwischen von einem amerikanischen Investor übernommen. Der künftige Finanzvorstand des Unternehmens, Claus Zacharias, hatte kürzlich verkündet, Nici wolle ab dem Jahr 2008 wieder deutlich wachsen.

manager-magazin.de mit Material von dpa