TÜV Süd Ein Elektrotechniker wird Chef

Axel Stepken ist neuer Vorstandvorsitzender des TÜV Süd. Das erste große Projekt des Ingenieurs wird die Fusion mit dem TÜV Nord sein. Außerdem will der ehemalige ABB-Manager die Prüforganisation internationaler ausrichten.

München - Der TÜV Süd hat einen neuen Chef. Der Ingenieur Axel Stepken sei vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt worden, teilte der TÜV Süd am Montag mit. Der 48-Jährige ist Nachfolger von Peter Hupfer, der Ende Mai in den Ruhestand getreten ist. Stepken ist seit fünf Jahren Vorstandsmitglied im TÜV Süd.

Die erste Bewährungsprobe für den gebürtigen Essener wird die geplante Fusion mit dem TÜV Nord sein, die noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll. Mit seinem Pendant im TÜV Nord, Guido Rettig, muss er noch über Details diskutieren: Offiziell weiß man noch nicht, wer das Ruder des neuen Unternehmens übernehmen soll. Ein Name steht ebenfalls noch nicht fest. Durch die Verschmelzung soll der größte TÜV in Deutschland mit mehr als 18.000 Beschäftigten und rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz entstehen.

Daneben will Stepken auch die Internationalisierung des TÜV vorantreiben. Neue Regionen, Branchen und Technologien sollen erschlossen werden. "Wir werden unseren Fokus vor allem auf den profitablen Ausbau unseres Kerngeschäfts Beraten, Testen, Zertifizieren und Ausbauen richten", sagte er.

Stepken war zwölf Jahre lang für den schwedischen Konzern ABB  tätig, der auf Energie- und Automatisierungstechnik spezialisiert ist. Dort war er unter anderem für das Flughafengeschäft verantwortlich.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.