Puma Esprit-Managerin im Vorstand

Melody Harris-Jensbach wird Mitglied im Vorstand des Sportartikelhersteller Puma. Die Esprit-Managerin soll die Bereiche Produktentwicklung, Design und Beschaffung übernehmen. Harris-Jensbach ersetzt Martin Gänsler, der nach über 25 Jahren bei Puma seinen Vorstandsposten aufgeben wird.

München - Der Sportartikelhersteller Puma  holt mit der Esprit-Managerin Melody Harris-Jensbach erstmals eine Frau in den Vorstand.

Wie Puma am Dienstag mitteilte, soll die 46-jährige Amerikanerin zum 1. Januar 2008 bei dem Herzogenauracher Unternehmen anfangen und Martin Gänsler ersetzen, der nach mehr als 25 Jahren bei Puma das Unternehmen im Laufe des Jahres verlassen will. Der 53-jährige Gänsler wollte seinen bis 2007 laufenden Vertrag aufgrund seiner "persönlichen Lebensplanung" nicht verlängern.

Harris-Jensbach soll für die Bereiche Produkt, Produktentwicklung, Design und die weltweite Beschaffung für die Puma-Geschäfte verantwortlich sein. Neben Harris-Jensbach sitzen im Puma-Vorstand noch Unternehmenschef Jochen Zeitz und der für Finanzen zuständige Dieter Bock.

Harris-Jensbach arbeitet seit 1998 im Management von Esprit . Seit zwei Jahren leitet sie den weltweiten Geschäftsbereich Freizeitkleidung für Frauen. Es ist das größte Segment der Esprit Holding. Sie hat den Angaben zufolge einen Abschluss der Parson School of Design in New York und war vor Esprit für Marken wie Viventi von Bernd Berger oder Laurel von Escada tätig.

"Wir freuen uns, dass mit Melody Harris-Jensbach nicht nur eine exzellente Managerin, sondern erstmalig auch eine Frau in den Puma-Vorstand berufen wurde", sagte Puma-Chef Jochen Zeitz. Sie werde Puma helfen, im Premium-Segment weiter Fuß zu fassen und eines der begehrtesten Sportlifestyle-Unternehmen zu werden.

Puma könnte demnächst zum französischen Luxusgüterkonzern PPR  gehören. PPR ist bereits mit 27 Prozent an Puma beteiligt und hat zudem allen Aktionären ein Angebot gemacht. Dies stößt bislang aber auf wenig Resonanz. Die Aktionäre haben allerdings noch bis zum 20. Juni Zeit, sich für- oder gegen das Übernahmeangebot zu entscheiden.

Mit der geplanten Übernahme habe der bereits im November 2006 beschlossene Rückzug von Vorstand Gänsler nichts zu tun, hieß es im Unternehmen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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