Nokia Siemens Sanierer ersetzt Finanzchef

Peter Schönhofer, Finanzchef von Nokia Siemens Networks (NSN), verlässt das Gemeinschaftsunternehmen nach nur zwei Monaten. Der Entschluss Schönhofers hat nach Unternehmensangaben nichts mit dem Thema Korruption zu tun. Auf Schönhofer folgt Eric Simonsen, bisher im Vorstand zuständig für Restrukturierung.

Helsinki - Die von Siemens  in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia  abgespaltene Netzwerktochter bekommt einen neuen Finanzchef.

Nach Angaben von Nokia-Siemens-Networks (NSN) ist der bisherige Amtsinhaber Peter Schönhofer aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Der Rücktritt habe aber nichts mit der aktuellen Siemens-Korruptions-Affäre zu tun, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Eric Simonsen, der bisherige NSN-Vorstand der Sparte Restrukturierung, wird Schönhofers Platz besetzen. Der bereits früher in Skandinavien tätige US-Manager kommt von der auf Umstrukturierungen spezialisierten Unternehmensberatung Alix Partners. Simonsen bleibt weiter Generaldirektor bei Alix Partners. Bevor Simonsen zu Alix Partners kam, war er Geschäftsführer bei Unternehmen wie Worldcom und Cable & Wireless. Der Manager wird sowohl in Helsinki als auch in München tätig sein.

NSN wurde am 1. April dieses Jahres gegründet - vier Monate nach dem geplanten Geschäftsstart. Grund der Verzögerung waren die Schmiergeldaffären bei Siemens. NSN ist Anbieter von Infrastruktur für die Telekommunikation. In diesem Geschäftsjahr möchte man etwa 17 Milliarden Euro erwirtschaften. Das Ziel soll auch mit Einsparungen an Personalkosten erreicht werden. Bis 2010 sollen 9000 Stellen weltweit abgebaut werden, rund 3000 davon in Deutschland.

Das Joint-Venture von Nokia und Siemens ist der weltweit drittgrößte Hersteller von Telefonnetzwerken hinter den Marktführern Alcatel-Lucent  und Ericsson /Marconi.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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