Visa Neuer Mann für den Börsengang

Eigentlich sollte Bankmanager Joseph Saunders dem US-Kreditkartenunternehmen Visa nur bei der Suche nach einem neuen Lenker helfen. Nun wird Saunders selbst Chef und organisiert den Visa-Börsengang.

New York - Joseph Saunders wird Chef und Direktoriumsvorsitzender des weltgrößten Kreditkartenunternehmens Visa. Eigentlich habe der 61-Jährige bei der Suche nach einem Chef helfen sollen, erklärte das US-Unternehmen am Dienstag. Doch dann habe der Konzern Saunders selbst als den richtigen Kandidaten erkannt. Er soll Visas geplanten Börsengang organisieren.

Saunders war bereits bei der Bank Washington Mutual als Präsident für das Kreditkartengeschäft zuständig gewesen. Visa will innerhalb von zwölf bis 18 Monaten an die Börse gehen und dabei Geld für seine Expansion und ausstehenden Rechtsstreitigkeiten einnehmen.

Visa tritt mit seinem Börsengang in die Fußstapfen seines kleineren Konkurrenten Mastercard, der im Mai vergangenen Jahres mit einem fulminanten Börsendebüt überrascht hatte.

Der Börsengang solle die Leistungsfähigkeit des Unternehmens verbessern, neue Kapitalquellen erschließen und so auch bei der Bewältigung diverser Klagen helfen. Analysten zufolge könnte Visa für einen Schaden von vier Milliarden Dollar haftbar gemacht werden. Sowohl Visa als auch Mastercard drohen Klagen wegen verschiedener Vorwürfe.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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