Kabel Deutschland Hammerstein soll's richten

Jetzt ist es offiziell: Adrian von Hammerstein wird Chef von Kabel Deutschland. Der ehemalige Siemens-Manager soll das Unternehmen profitabel machen und zu einem führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten umbauen.

München - Der Aufsichtsrat habe Adrian von Hammerstein mit Wirkung zum 21. Mai 2007 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen, teilte Kabel Deutschland (KDG) am Mittwochabend mit und bestätigte damit offiziell bereits vorab bekannt gewordene Angaben.

Der 53-Jährige Hammerstein löst Christof Wahl ab, der KDG nach vier Jahren in der Geschäftsführung "in gegenseitigem Einvernehmen" verlasse, hieß es.

Für Kabel Deutschland gehe es nach dem Wandel von einem Infrastrukturanbieter zum Direktvermarkter nun darum, sich im harten Wettbewerb zu behaupten, begründete Aufsichtsratschef Heinz Riesenhuber die Ernennung des neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Seine Aufgabe sei es, Kabel Deutschland "zu einem führenden Anbieter von Telekommunikationsdiensten" zu machen und die Position im Fernsehkabel zu stärken. Über die Demission Wahls, der nur als Sprecher der drei Geschäftsführer fungierte, war seit Monaten spekuliert worden.

Kabel Deutschland gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Providence Equity Partners. Das Unternehmen setzt mit fast zehn Millionen Kunden über eine Milliarde Euro im Jahr um, schreibt wegen der Kosten für den Netzausbau für Internet und Telefon und für die Kundengewinnung unter dem Strich aber rote Zahlen. TV, Internet und Telefonie wachsen technisch immer stärker zusammen, was die Konkurrenz für die Kabelanbieter verschärft.

Hammerstein war zuletzt Chef des krisengeschüttelten IT- Dienstleisters Siemens Business Services. 2005 nahm er seinen Hut, nachdem er es nicht geschafft hatte, das Unternehmen profitabel zu machen. Zuvor hatte er das PC-Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers (FSC) geführt.

manager-magazin mit Material von dpa, reuters

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