Chefwechsel Kandidatenkür bei Kion

Der Gabelstaplerhersteller Kion, ehemals Teil des Linde-Konzerns, soll einen neuen Lenker bekommen. Zwei Manager gelten als Favoriten: Deutz-Chef Gordon Riske und Gea-Vorstand Peter Schenk.

Hamburg - Der Vorstandsvorsitzende des Motorenbauers Deutz , Gordon Riske, soll einem Zeitungsbericht zufolge den Gabelstaplerkonzern Kion führen. Die Kion-Eigner KKR  und Goldman Sachs  seien in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit Riske, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Unklar sei noch der Zeitpunkt des Führungswechsels. Nach derzeitigem Stand solle Kion-Chef Hubertus Krossa noch eine Weile weitermachen; Riske könne zunächst als einfaches Mitglied der Geschäftsführung oder des operativen Führungsgremiums beginnen und dort erst einmal andere Aufgaben erledigen, schreibt die Zeitung. "Da kann er sich warmlaufen", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person dem Blatt.

Krossas Vertrag läuft bis Ende 2010. Dass die Eigner den Nachfolger mehr als dreieinhalb Jahre davor schon küren, ist ungewöhnlich. Ein derart langer Übergang mit de facto zwei Konzernspitzen sei kaum denkbar - daher sei es nur eine Frage der Zeit, wann Krossa abgibt. Alle beteiligten Firmen lehnten Stellungnahmen auf Anfrage ab.

Unterdessen wies der Maschinen- und Anlagenbauer Gea  einen Bericht des "Platow Briefs" zurück, wonach Vorstand Peter Schenk Kion-Chef werden soll. "Das dementieren wir eindeutig", sagte ein Gea-Sprecher. Schenk habe einen laufenden Vertrag, der erst im vergangenen Jahr bis 2009 verlängert worden sei.

Kion ist aus dem Linde-Konzern hervorgegangen, der das Gabelstapler-Geschäft Ende 2006 abgespalten hatte.

manager-magazin.de mit Material von reuters, vwd und dpa

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