Abfindungsstreit Ex-Börsenchef erzielt Etappensieg

Nach gegenwärtigem Stand der Dinge darf Richard Grasso, Ex-Chef der New Yorker Börse, seine 187,5-Millionen-Dollar-Abfindung behalten. Ein Gericht wies eine Anklage gegen den Manager in mehreren Punkten ab. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

New York - Der ehemalige Chef der New Yorker Börse, Richard Grasso, hat im Streit um eine mögliche Rückzahlung von mehr als 100 Millionen Dollar Abfindung vor Gericht einen Sieg errungen. Ein Berufungsgericht in Manhattan wies gestern vier von sechs Anklagepunkten zurück.

Der Generalstaatsanwalt habe nicht die Befugnis, diese Punkte vorzubringen, begründete das Gericht seine Entscheidung. Im Oktober hatte ein Gericht noch angeordnet, Grasso müsse rund 100 Millionen Dollar zurückzahlen.

Grasso hatte die New York Stock Exchange  acht Jahre lang geleitet. Der 61-jährige Manager musste seinen Posten 2003 aufgeben, erhielt dafür jedoch ein Abfindungspaket im Volumen von 187,5 Millionen Dollar. Der damalige Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer erhob dagegen Anklage und begründete dies damit, dass das Paket ausufernd sei und die Gesetze des Staates verletzt habe.

Die Entscheidung des Gerichts kann vor dem obersten Berufungsgericht von New York angefochten werden. Grasso hat die Höhe seiner Bezüge stets verteidigt und klagte sogar gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber auf zusätzliche 50 Millionen Dollar. Diese Forderung wurde aber von einem Gericht zurückgewiesen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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