Ranking Die bestbezahlten US-Manager

Gehälter, Aktienoptionen und Boni in Millionenhöhe: Manche US-Manager haben im vergangenen Jahr gewaltige Gehälter kassiert. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat die Liste der Führungskräfte mit dem höchsten Einkommen veröffentlicht. Die Nummer eins ist keine Überraschung, aber unter den Top Ten finden sich viele Unbekannte.

Hamburg - Der bestbezahlte Manager des vergangenen Jahres war Apple-Chef Steve Jobs. Er bekam zwar offiziell nur ein Gehalt von einem Dollar, erhielt aber durch die Umwandlung von Aktienoptionen rund 647 Millionen Dollar, wie aus dem Ranking des Wirtschaftsmagazin "Forbes" hervorgeht.

Jobs verdiente danach doppelt so viel wie sein Kollege Ray R. Irani, der an zweiter Stelle liegt. Der Chef von Occidental Petroleum erhielt im vergangenen Jahr 322 Millionen Euro. "Forbes" hat die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden der 500 größten amerikanischen Unternehmen untersucht.

Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Barry Diller vom Internetunternehmen Interactivecorp (295 Millionen Dollar), William P. Foley II vom Versicherungsunternehmen Fidelity National Financial (180 Millionen Dollar) und Yahoo-Chef Terry Semel (174 Millionen Dollar.) Insgesamt, so das Ergebnis des "Forbes"-Rankings, sind die Einkommen im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen, es wurden 7,5 Milliarden Dollar verteilt. Im Schnitt erhält jeder Manager ein Jahresgehalt von 15,2 Millionen.

Auch die Gehälter der bestbezahlten weiblichen Führungskräfte wurden von "Forbes" untersucht. Unter den 500 größten Unternehmen finden sich zwölf mit weiblichen Vorstandsvorsitzenden. Das höchste Gehalt erhält die Chefin des Bürogeräteherstellers Xerox , Anne Mulcahy, mit insgesamt 7,3 Millionen Dollar. Hinter ihr folgen Susan Ivey vom Tabakkonzern Reynolds American (5,1 Millionen Dollar), Andrea Jung vom Kosmetikhersteller Avon (4,8 Millionen Dollar) und Pepsi-Chefin Indra Nooyi (4,1 Millionen Dollar). Ebay-Chefin Meg Whitman liegt mit einem Jahreseinkommen von 3,1 Millionen Dollar auf Platz sechs.

Außerdem wurden die Unternehmenschefs gekürt, die den größten Gewinn für ihre Aktionäre erwirtschaftet haben. Auf Platz eins liegt John Bucksbaum vom Immobilienfonds General Growth Properties. Er habe in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt nur 723.000 Dollar verdient, für die Anteilseigner aber eine jährliche Ausschüttung von 39 Prozent erzielt - was deutlich über den durchschnittlichen zwei Prozent liegt, die im gleichen Zeitraum beim S&P 500  erzielt wurden.

Schlechtester Geschäftsführer in dieser Hinsicht war Richard Manoogian von Masco, einem Hersteller von Amaturen und Baumaterialien. Die jährliche Ausschüttung von fünf Prozent stehe in keinem Verhältnis zur Größe des Unternehmens, kritisiert "Forbes" - und vor allem im Verhältnis zum Gehaltsscheck Manoogian, der in den letzten Jahren im Schnitt elf Millionen betrug.

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