Deutsche Post Generationswechsel im Vorstand

Bei der Deutschen Post stehen Personalwechsel in Aufsichtsrat und Vorstand an. Vize-Aufsichtsratschef Rolf Büttner macht Platz für die Verdi-Funktionärin Andrea Kocsis, neuer Briefvorstand und Nachfolger von Hans-Dieter Petram soll offensichtlich Jürgen Gerdes werden.

Düsseldorf - Die Deutsche Post  bekommt nach Informationen der Zeitung "Die Welt" in der nächsten Woche einen neuen Briefvorstand. Der Aufsichtsrat werde dann den Post-Manager Jürgen Gerdes zum Nachfolger des langjährigen Amtsinhabers bestellen, meldete das Blatt am Mittwoch vorab.

Der 42jährige verantwortet derzeit als Bereichsvorstand das wichtige nationale Briefgeschäft. Die Berufung käme nicht überraschend, Gerdes ist schon seit einiger Zeit für den Posten im Gespräch.

Außerdem wird der Zeitung zufolge die Gewerkschafterin Andrea Kocsis stellvertretende Vorsitzende des Post-Aufsichtsrates. Diese Personalie war zu erwarten, da Kocsis im Verdi-Bundesvorstand die Nachfolge von Rolf Bütter angetreten hat, der dort für den Postbereich zuständig war und bisher als Vertreter der Gewerkschaft den Vizevorsitz im Aufsichtsrat führte. Die Deutsche Post nahm keine Stellung zu den Personalien. "Kein Kommentar" sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.

Petram ist ein enger Vertrauter des Post-Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel. Sein Vertrag läuft zwar noch bis Ende 2007, doch hat der 1943 geborene Manager laut "Welt" aus privaten Gründen seinen Abschied bereits jetzt beschlossen. Der 42-jährige Gerdes, ein langjähriger Mitarbeiter Petrams, verantwortet derzeit das nationale Briefgeschäft der Post.

In den vergangenen Wochen wurde bereits eine Verjüngung im Konzernvorstand in die Weg geleitet. Dort wird Ende Juni der 43 Jahre alte Wolfgang Klein die nachfolge von Wulf von Schimmelmann als Leiter der Tochter Postbank antreten. Als nächstes steht die Entscheidung über Zumwinkel selbst an, der seit 1990 an der Spitze des Bonner Logistikkonzerns steht. Der Vertrag des 63-Jährigen läuft Ende 2008 aus.

manager-magazin.de mit Material vonr dpa und reuters

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