Airbus Deutschland-Chef Puttfarcken geht

Zu den Hochzeiten der Airbus-Krise machten bereits Gerüchte die Runde, Gerhard Puttfarcken werde sich zurückziehen. Nun steht fest: Der Deutschland-Chef des Flugzeugbauers geht Ende des Jahres in den Ruhestand.

Hamburg - Airbus Deutschland muss sich auf die Suche nach einem neuen Chef machen. Der derzeitige Vorsitzende der Geschäftsführung, Gerhard Puttfarcken, wird Ende 2007 in den Ruhestand gehen. Das Airbus Deutschland am Donnerstag in Hamburg mit und bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts".

Diese Entscheidung sei dem Aufsichtsrat bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest. Laut "Hamburger Abendblatt" läuft Puttfarckens Geschäftsführervertrag Ende des Jahres aus.

Über den Abschied des 61-Jährigen ist bereits länger spekuliert worden. Im vergangenen Jahr hatten die Verzögerungen bei der Auslieferung des Superjumbos A380 Airbus in eine schwere Krise gesteuert. Auf Vorwürfe der Airbus-Muttergesellschaft EADS  hatte Puttfarcken in einem Interview eingeräumt, Hamburg habe sicherlich einen Teil der Probleme zu verantworten.

Puttfarcken ist seit Januar 2003 Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Deutschland. Von 1994 bis 1999 leitete er das Hamburger Werk, wurde in der Folge Projektleiter A380 und Programm-Manager für Flugzeuge mit einem Gang (Single-Aisle). Puttfarcken wurde 1946 in Celle geboren, studierte in Köln Betriebswirtschaftslehre und arbeitete vor seiner Zeit bei Airbus bei Krupp und der damaligen Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH.

manager-magazin.de mit Material von ap

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