Beru Chef geschasst

Der Autozulieferer Beru trennt sich überraschend von seinem Chef. Der Vertrag mit Marco von Maltzan wird nicht verlängert. Gründe wurden nicht genannt.

Stuttgart - Der Autozulieferer Beru  sucht einen neuen Vorstandschef. Der Aufsichtsrat habe das Mandat des seit 2003 amtierenden Marco von Maltzan nicht verlängert, teilte der zum US-Zulieferer Borgwarner gehörende Konzern am Donnerstag in Ludwigsburg mit.

Von Maltzan scheide Ende Januar 2008 im gegenseitigen Einvernehmen aus, über die Nachfolge werde kurzfristig entschieden. Gründe für das Ausscheiden des 52-Jährigen wurden nicht genannt.

Beru kündigte außerdem die Aufstockung des Vorstands auf vier Mitglieder an. Marcus Knödler, bisher zuständig für das Finanz- und Rechnungswesen, wurde zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Er soll künftig für das Finanz- und das IT-Ressort des Spezialisten für Dieselkaltstarttechnologie zuständig sein.

Der 1955 geborene von Maltzan kam im Januar 2003 von BMW  zu Beru. Der studierte Maschinenbauer hatte zuvor vier Jahre die Motorradsparte des Münchener Automobilbauers geführt. Seine Karriere hatte er 1983 bei der Unternehmensberatung Roland Berger begonnen. In seine Amtszeit bei der ehemals im Nebenwerteindex MDax  gelisteten Beru fiel die Übernahme durch den auf Turbolader spezialisierten Antriebshersteller BorgWarner Ende 2004.

Beru hatte Ende März gute Zahlen für das abgelaufene Jahr 2006 mit klarem Umsatz- und Ergebniszuwachs vorgelegt. Für dieses und das nächste Jahr wurde aber eine deutliche Abschwächung des Wachstums angekündigt. 2007 erwartet das Ludwigsburger Unternehmen lediglich ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Bereich. Beim operativen Ergebnis hatte von Maltzan in diesem Jahr eine Phase der Konsolidierung in Aussicht gestellt.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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