Booz Allen Hamilton Chef rotiert

Die Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton hat einen neuen Deutschland-Primus. Stefan Eikelmann ist ab sofort für das Geschäft im deutschsprachigen Raum und in Osteuropa verantwortlich.

Frankfurt am Main - Die 42 Partner der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton (BAH) hätten einstimmig für den 39-Jährigen votiert, erklärte das Unternehmen. Stefan Eikelmann wird damit ab sofort neuer Sprecher der Geschäftsführung im deutschsprachigen Raum.

Sein Vorgänger Klaus-Peter Gushurst tritt nach fünf Jahren im Amt ab. Er kommt damit der geforderten Rotation innerhalb der Beratungsfirma nach. Der 43-Jährige werde sich nun wieder verstärkt auf Projekte in den Branchen Automobil und Finanzdienstleistungen konzentrieren, hieß es in einer Mitteilung.

Eikelmann ist seit 1992 bei BAH, wo er vor allem Technologie-, Telekommunikations- und Medienunternehmen berät. Eikelmann setzt sich für ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmens ein. "Hierbei sind wir auch offen, gezielt externe Wachstumsmöglichkeiten wahrzunehmen", so der Berater.

BAH meldete gleichzeitig zum Führungswechsel auch die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Demnach verbuchte das Unternehmen im deutschsprachigen Raum einen Rekordumsatz. Die Mitarbeiterzahl solle nun kräftig aufgestockt werden, hieß es in einer Mitteilung. Im am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 seien die Honorarerlöse in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 12 Prozent auf 229 Millionen Euro geklettert.

Stärkste Wachstumstreiber im deutschsprachigen Raum seien erneut die Bereiche Pharma sowie Transportwesen. Sie hätten für rund ein Viertel des Umsatzes gesorgt. Auch die Branchen Medien, Telekommunikation und Technologie entwickelten sich stark.

Weltweit erzielte die von 300 Partnern gehaltene Beratungsfirma im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von etwa vier Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro). Im deutschsprachigen Raum ist BAH derzeit mit 525 Mitarbeitern vertreten. Auf Grund des kräftigen Wachstums plane die Unternehmensberatung mehr als 125 Neueinstellungen, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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