Livedoor-Skandal Reuiger Finanzdirektor, renitenter Chef

Während Livedoor-Gründer Takafumi Horie Widerspruch gegen seine Verurteilung einlegte, gibt sich Ex-Finanzdirektor Ryoji Miyauchi geläutert. Nachdem er zu 20 Monaten Haft verurteilt wurde, bekundete Miyauchi ausdrücklich seine Reue.

Tokio - Im Zuge des Bilanzfälschungsskandals des japanischen Internetunternehmens Livedoor wurden weitere Haftstrafen verhängt. Der frühere Finanzdirektor Ryoji Miyauchi wurde am Donnerstag zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt.

Drei mitangeklagte Manager des Unternehmens erhielten Freiheitsstrafen auf Bewährung. Alle vier hatten sich weitgehend schuldig bekannt. Miyauchi bekundete vor dem Gericht in Tokio ausdrücklich seine Reue.

Unternehmensgründer Takafumi Horie wurde bereits am vergangenen Freitag zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Gegen eine Kaution von 500 Millionen Yen (3,3 Millionen Euro) blieb der 34-Jährige aber zunächst auf freiem Fuß, weil die Verteidigung Rechtsmittel gegen das Urteil einlegte. Horie wies jegliche Schuld von sich.

Der einstige Börsenstar und seine engsten Mitarbeiter sollen in großem Stil Angaben zu Gewinn und Umsatz der Firma manipuliert haben, um Millionenverluste zu verschleiern.

Gleichwohl gilt das Strafmaß gegen Horie in Japan als relativ hoch: In der Vergangenheit kamen japanische Manager in ähnlichen Prozessen fast immer mit einer Bewährungsstrafe davon.

manager-magazin.de mit Material von ap

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