Postbank Auch Vorstand Rizos wollte gehen

Die Postbank hätte neben CEO Wulf von Schimmelmann und Finanzchef Henning Engmann fast noch einen dritten Vorstand verloren. Auch Loukas Rizos, verantwortlich für das Management der Kapitalanlage, wollte das Geldhaus verlassen.
Von Ulric Papendick

Hamburg - Die Deutsche Postbank  stand nach dem Rückzug von Vorstandschef Wulf von Schimmelmann und der Trennung von Finanzprimus Henning Engmann kurz vor dem Verlust eines dritten Vorstandsmitglieds. Auch der für das Management der Finanzanlagen zuständige Vorstand Loukas Rizos wollte das Geldhaus verlassen. Klaus Zumwinkel gelang es jedoch, Rizos zu halten. Dies berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die ab Freitag (23. März) am Kiosk erhältlich ist.

Der gebürtige Grieche Rizos, dessen Abteilung rund die Hälfte des jährlichen Postbank-Gewinns erwirtschaftet, hatte ein Angebot der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim erhalten. Der in Finanzkreisen hoch geachtete Geldmanager sollte als Vorstandschef zur Frankfurter Sal.-Oppenheim-Tochter BHF Bank wechseln. Außerdem wollte das Kölner Bankhaus den 51-Jährigen in den Kreis der persönlich haftenden Gesellschafter aufnehmen.

Der von Post-Chef Zumwinkel geleitete Aufsichtsrat der Postbank mochte Rizos, dessen Vertrag noch vier Jahre läuft, jedoch allenfalls nach einer Übergangsfrist von einem Jahr ziehen lassen. Diese Wartezeit war Sal. Oppenheim offenbar zu lang. Daher bleibt Rizos dem Bonner Geldinstitut als Vorstand erhalten - mit der Aussicht auf erhöhte Bezüge.

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