Bayer, BASF, BMW Die Gehälter der Chefs

Das Gehalt von Bayer-Chef Werner Wenning fiel im vergangenen Jahr niedriger aus als das von BMW-Chef Norbert Reithofer oder BASF-Lenker Jürgen Hambrecht. Gegen Deutsche-Bank-Primus Josef Ackermann nehmen sich aber alle drei wie Geringverdiener aus.

Leverkusen - Bayer-Chef Werner Wenning hat laut Geschäftsbericht des Pharma- und Chemiekonzerns im vergangenen Jahr gut 2,65 Millionen Euro verdient. Darin enthalten seien neben einem Festgehalt eine Konzernzulage, Tantiemen und sonstige Sondervergütungen, teilte Bayer  am Donnerstag mit. Insgesamt zahlte Bayer an seinen fünfköpfigen Vorstand 8,14 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Der Chefposten beim weltgrößten Chemiekonzern BASF  brachte Jürgen Hambrecht im vergangenen Jahr rund 3,4 Millionen Euro ein. Mit einer Festzahlung von 1,1 Millionen Euro, Zusatzvergütungen von 151.000 Euro und erfolgsabhängigen Tantiemen von 2,175 Millionen Euro verdiente der Spitzenmanager 2006 insgesamt 3,426 Millionen Euro, wie BASF bereits am Mittwoch in seinem Geschäftsbericht 2006 auswies. Insgesamt zahlt BASF an seine neun Vorstände für das vergangene Jahr 19,189 Millionen Euro.

Zu den Topverdienern unter den Managern der großen Dax-Konzerne gehört Hambrecht mit seinem Jahreseinkommen wohl nicht: Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank , verdiente 2005 fast zwölf Millionen Euro. Sein Gehalt für das vergangene Jahr wird Ende dieses Monats im Geschäftsbericht 2006 veröffentlicht.

Auch der Autohersteller BMW  hat erstmals die einzelnen Bezüge seiner Vorstände offen gelegt. Demnach verdiente Vorstandschef Norbert Reithofer im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Euro an Gehalts- und Bonuszahlungen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten BMW-Geschäftsbericht hervorgeht. Sein Vorgänger Helmut Panke, der im August den Konzern verlassen musste, erhielt 2,4 Millionen Euro.

Insgesamt verdienten die BMW-Vorstände im vergangenen Jahr 14,5 Millionen Euro. Ihre Vergütungen seien wenig von der Aktienkursentwicklung beeinflusst gewesen, erklärte der Konzern.

Die BMW-Aktie  hat sich in den vergangenen fünf Jahren wesentlich schwächer entwickelt als der Dax . Alle börsennotierten deutschen Konzerne müssen einem neuen Gesetz zufolge die einzelnen Vorstandsbezüge offenlegen, wenn die Hauptversammlung nicht einen entgegengesetzten Entschluss fasst. Das hatte BMW nicht getan, obwohl sich der Konzern lange gegen eine Offenlegung gesträubt hatte.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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