Neuer Job Geht Bernhard zu Cerberus?

Der im Januar zurückgetretene VW-Markenchef Wolfgang Bernhard wird Berichten zufolge Berater bei Cerberus Capital Management. Angeblich soll der 46-Jährige bereits bei dem Finanzinvestor unterschrieben haben.

Frankfurt am Main - Der frühere Topmanager von DaimlerChrysler  und Volkswagen , Wolfgang Bernhard, hat angeblich einen neuen Job. Wie die Nachrichtenagentur Reuters und die "Financial Times" am Mittwoch übereinstimmend berichteten, soll er künftig für den Finanzinvestor Cerberus Capital Management tätig werden.

Bernhard habe kürzlich einen Vollzeitvertrag bei Cerberus unterzeichnet, berichtet die "Financial Times" (Mittwochausgabe) ohne Quellenangabe. Mit dem ehemaligen Chrysler-Manager Bernhard stiegen die Chancen von Cerberus, DaimlerChrysler den angeschlagenen US-Autobauer abzukaufen.

Branchenkreisen zufolge soll Bernhard den Finanzinvestor Cerberus bei dessen möglichem Gebot für die US-Tochter des Autobauers DaimlerChrysler beraten. Übereinstimmenden Berichten zufolge baut Cerberus derzeit seine Pkw-Aktivitäten aus. Cerberus wollte das Ganze nicht kommentieren.

Bernhard, über dessen Zukunft in den vergangenen Monaten heftig spekuliert worden war, kennt sich bei Chrysler bestens aus. Vor fünf Jahren hatte er zusammen mit DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche den nun erneut ins Schlingern geratenen Hersteller saniert.

Nachdem Bernhard 2004 der Sprung an die Spitze von Mercedes nicht gelungen war, wechselte er zu Volkswagen, wo er bald als heißer Nachfolgekandidat für den früheren VW-Chef Bernd Pischetsrieder gehandelt wurde. Im Zuge des Umbaus bei dem Wolfsburger Autohersteller warf der 46-Jährige Anfang des Jahres dann das Handtuch.

Laut "Financial Times Deutschland" soll auch Chrysler Bernhard ein Angebot gemacht haben. Dem Bericht zufolge sollen die Beratungen über seinen Einstieg begonnen haben, bevor Daimler mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit trat. Bernhard habe keine Lust mehr gehabt, sich mit deutschen Gewerkschaften und Aufsichtsräten herumzuärgern.

manager-magazin.de mit Material von reuters, ddp und dpa-afx