Freitag, 18. Oktober 2019

CEO of the Future Erst Sieger, dann Chef

5. Teil: Matthias Kampshoff - 5. Platz

Matthias Kampshoff - 5. Platz

Eigentlich hätte es Matthias Kampshoff nicht unbedingt nötig gehabt, sich unter künftigen CEOs zu beweisen. Der Jurist hat schon erreicht, wovon viele Studienkollegen träumen: Seit 2002 arbeitet er als Anwalt bei der renommierten Wirtschaftskanzlei Clifford Chance in Düsseldorf, spezialisiert auf die lukrativen Rechtsbereiche M&A, Sanierung und Finanzrestrukturierung.

Matthias Kampshoff (33) eroberte den 5. Platz. Er ist bereits Anwalt und arbeitet in einer renommierten Wirtschaftskanzlei.
So war Kampshoff etwa an der Beratung von Bayer beim Erwerb des weltweiten OTC-Geschäfts von Roche beteiligt sowie bei der finanziellen Restrukturierung von Kiekert involviert.

Kampshoff, verheiratet, eine Tochter, brachte alles mit, was sich internationale Topkanzleien wünschen: Erstes Staatsexamen mit der Traumnote "vollbefriedigend" abgeschlossen (10,26 Punkte), im zweiten sogar noch mal gesteigert auf 12,47 Punkte (Note "gut").

Für seine Dissertation ("Die großen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit in England und Deutschland - ein Rechtsvergleich") recherchierte er ein halbes Jahr in Cambridge und London, absolvierte 2001 einen Teil seines Referendariats bei Clifford Chance in der britischen Hauptstadt.

Schon in seiner Zeit auf dem Gymnasium Remigianum in Borken war Kampshoff Schülersprecher; während Studium und Referendariat arbeitete er freiberuflich für eine Kanzlei in Münster.

Vielleicht zieht es den Golf- und Tennisfan nach dem 5. Platz beim "CEO of the Future" ja doch noch in einen großen Konzern, wo Juristen nach wie vor hervorragende Chancen haben. Passenderweise nimmt sich seiner als Mentor für Karrierefragen ausgerechnet Michael Diekmann an. Der Allianz-Chef hat ebenfalls Jura studiert - und sein Examen übrigens auch mit "gut" abgeschlossen.

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