Freitag, 13. Dezember 2019

CEO of the Future Erst Sieger, dann Chef

3. Teil: Steffen Lanzinner - 3. Platz

Steffen Lanzinner - 3. Platz

Steffen Lanzinner wollte eigentlich nur mal wissen, was denn das CEO-Dasein so ausmacht und was in einem Wettbewerb, der künftige CEOs sucht, so verlangt wird.

Steffen Lanzinner (26) wurde von den Juroren auf den 3. Platz gewählt
Ein paar Wochen intensiver Arbeit später steht er vor der Jury in Kitzbühel und führt elegant durch die monströsen Datenberge seines Business Case: Es geht um die Frage, wie eine Großbank mit den riesigen Pensionsrückstellungen von Unternehmen Geschäfte machen kann. "Nicht gerade ein sexy Thema", raunt einer aus der Jury, "aber die Jungs machen das richtig gut".

Lanzinner wird schließlich von den Juroren auf den 3. Platz gewählt, und er weiß jetzt auch, was CEOs vor allem können müssen: messerscharf analysieren. Sein Studium, das er Ende des Jahres als "Master of Science" abschließen will, bereitet ihn darauf perfekt vor: Lanzinner gehört zum "Elitestudiengang Finance & Information Management" der TU München; seinen Bachelor hat er mit einem Schnitt von 1,17 hingelegt.

Große Herausforderungen haben Lanzinner, der für sein Studium ein Stipendium von Allianz Global Investors erhält, noch nie abgeschreckt: Im Abitur wählte er als Leistungskurse die nicht gerade als Schnulli-Veranstaltungen bekannten Fächer Wirtschaft und Physik - und kam trotzdem auf die Traumnote 1,3.

Erfolgreiches Siegertrio: (v.l.) Steffen Lanzinner (26) - 3. Platz, Verena Delius (28) - 1. Platz, Clemens Fischer (31) - ebenfalls 1. Platz
Seinen Zivildienst leistete er in einer Betreuungseinrichtung für geistig Behinderte. 1999, noch als Schüler, gründete Lanzinner eine Firma für Medien-, Event- und Internetdienstleistungen. Es war bereits seine zweite Gründung nach einer Computerfirma im Jahr 1997.

Nach dem Studienabschluss würde Lanzinner am liebsten als Trainee oder Vorstandsassistent in einem Konzern einsteigen: "Das wäre mein Traum." Vielleicht kann sein Mentor Friedrich Joussen, Geschäftsführer von Vodafone Deutschland, ja helfen, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

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