New York Giuliani verkauft Bank

Als Krisenmanager wurde New Yorks damaliger Bürgermeister Rudolph Giuliani nach den Anschlägen vom 11. September weltbekannt. In Vorbereitung auf seine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl hat sich Giuliani nun von seiner Investmentbank getrennt.

New York - Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudolph W. Giuliani hat seine Investmentbank Giuliani Partners LLC an die australische Finanzgruppe Macquarie verkauft. Giuliani wolle sich "mehr auf seinen Wahlkampf konzentrieren", hieß es in Unternehmenskreisen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die 2005 gegründete Investmentbank hat mehr als 100 Mitarbeiter in Niederlassungen in Chicago, New York, Los Angeles, Atlanta und Troy (US-Bundesstaat Michigan). Sie assistiert Unternehmen bei Restrukturierungen sowie Fusionen und Akquisitionen. Nicht betroffen von dem Verkauf ist das Unternehmen Giuliani Partners LLC, die ihre Kunden unter anderem in Sicherheitsfragen berät.

Der frühere Bürgermeister ist daneben noch an weiteren Gesellschaften beteiligt. Unter anderem ist er Partner der Anwaltskanzlei Bracewell & Giuliani, die vor allem bei Konzernen aus dem Energiesektor einen guten Ruf genießt.

Politische Beobachter glauben, dass Giuliani durch den Verkauf mögliche Interessenkonflikte frühzeitig ausschließen will. Giuliani war mit seiner konsequenten Krisenbewältigung nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 weltweit bekannt geworden.

In Meinungsumfragen liegt er in der Gunst der republikanischen Wähler deutlich vor seinem wichtigsten parteiinternen Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur, Senator John McCain. Die Vorwahlen zur Ermittlung des Präsidentschaftskandidaten beginnen im Januar 2008.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ap