MAN-Aufsichtsrat Milberg zieht sich zurück

Ex-BMW-Chef Joachim Milberg will offensichtlich nicht länger Aufsichtsratsmitglied beim Nutzfahrzeughersteller MAN sein. Milberg fürchtet einen Interessenkonflikt mit Großaktionär Volkswagen.

München - Joachim Milberg, der Aufsichtsratsvorsitzende von BMW , wird einem Pressebericht zufolge den Aufsichtsrat von MAN  nach der Hauptversammlung am 10. Mai verlassen. Er werde für die turnusgemäße Wahl nach fünf Jahren nicht mehr kandidieren, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Dienstagausgabe. Grund für Milbergs Entscheidung sei offenbar, dass BMW im Wettbewerb mit VW steht. Ein MAN-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der MAN-Aufsichtsrat entscheidet auf seiner Sitzung am morgigen Dienstag über die Kandidatenliste für das neu zu wählende Kontrollgremium. Volkswagen  ist mit einem Anteil von 29,9 Prozent größter Aktionär des Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns und strebt drei Sitze im künftigen Aufsichtsrat von MAN an. Bisher ist VW in dem Kontrollgremium nicht vertreten. Ferdinand Piëch, der Aufsichtsratsvorsitzende von VW, liebäugele mit dem Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden von MAN, so die Zeitung weiter.

Da sich die Machtverhältnisse in dem Münchner Konzern zugunsten von VW verändert hätten, ziehe es der frühere BMW-Vorstandsvorsitzende Milberg vor, den Aufsichtsrat zu verlassen, heißt es weiter. Er wolle einen möglichen Interessenskonflikt zwischen seinen Tätigkeiten als Aufsichtsratsvorsitzender von BMW und als Aufsichtsrat eines vom Konkurrenten VW dominierten Unternehmens vermeiden.

manager-magazin.de mit Material von vwd

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