Deutsche Bank Karriere im M&A-Geschäft

Das lukrative Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A) spielt für die Deutsche Bank eine bedeutende Rolle. Nun wurden zwei verdiente Investmentbanker aus Amerika und England zu globalen M&A-Chefs ernannt. Auch ein Kollege aus Frankfurt wurde befördert.
Von Karsten Langer

Hamburg - Die Deutsche Bank  hat Tony Burgess und James Stynes zu globalen Leitern für den Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A) ernannt. Das teilte das Institut am Mittwochabend mit.

Burgess und Stynes sollen auf den neu geschaffenen Positionen das internationale M&A-Geschäft koordinieren und fördern, ihre Ernennung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Beide werden wie gewohnt an Michael Cohrs, den Leiter Global Banking, berichten.

"Nationale Grenzen spielen für die Kunden bei strategischen Entscheidungen im M&A-Bereich eine immer geringere Rolle. Die globale Perspektive wird wichtiger, deswegen baut die Deutsche Bank ihre Kompetenz im internationalen M&A-Geschäft aus", begründet Cohrs den Schritt. "Die Position wurde neu geschaffen, um dem steigenden Bedürfnis der Kunden nach Betreuung im internationalen Geschäft Rechnung zu tragen", ergänzte ein Deutsche-Bank-Sprecher gegenüber manager-magazin.de.

Burgess, der in London arbeitet, hat bereits seit 25 Jahren Erfahrungen im M&A-Geschäft. Er begleitete viele Fusionen im internationalen Bereich, seit 2004 leitete er bei der Deutschen Bank den Bereich Europa. Vorher war er Vizechef Global Corporate Finance für Australien und Neuseeland.

Stynes kam Ende 2003 zur Deutschen Bank, im Herbst 2004 wurde er zum Chef M&A für die Region Amerika ernannt. Der Investmentbanker gilt als M&A-Veteran; vor seiner Zeit bei der Deutschen Bank war er 25 Jahre lang Geschäftsführer im M&A-Bereich von Morgan Stanley . Dort begleitete er erfolgreich über 100 Transaktionen, unter anderem war er an der Fusion der Ölriesen Texaco und Chevron  beteiligt.

Den Posten als Verantwortliche für den Bereich Europa M&A, den bisher Burgess verantwortet hat, werden in Zukunft Stephan Leithner und Henrik Aslaksen übernehmen. Leithner bleibt aber Chef für das deutsche Investmentbanking. Neuer Lenker für den Bereich M&A Amerika wird Jean Manas.

Leithner, der 2000 von McKinsey zur Deutschen Bank kam, ist wesentlich für den Erfolg der Frankfurter in diesem Bereich verantwortlich. So beriet die Deutsche Bank Linde  bei der BOC-Übernahme, begleitete den Börsengang des Aromaherstellers Symrise  und die Deutsche Börse  bei der geplanten Übernahme der Euronext .

Thomson Financial zufolge verdiente die Deutsche Bank im deutschen Investmentbanking im vergangenen Jahr 385,6 Millionen Dollar. Im Investmentbanking hat das Bankhaus hierzulande Goldman Sachs  auf den zweiten Platz verwiesen. An dritter Stelle rangiert Morgan Stanley, dann folgt Dresdner Kleinwort, J.P.Morgan, Merrill Lynch , Credit Suisse , Citigroup  und Rothschild.

Mehr lesen über