Kion Group Führungsgremium vergrößert

Der Gabelstablerkonzern Kion baut sein Führungsteam um und aus. Künftig werden alle drei Marken der ehemaligen Linde-Sparte mit einem Markenchef vertreten sein. Zudem werden noch zwei weitere Posten geschaffen. Für den bisherigen COO Ralf Speth ist trotz des Ausbaus offenbar kein Platz mehr.

Wiesbaden – Ende vergangenen Jahres besiegelte Linde  den Verkauf seiner Gabelstapler-Sparte an die beiden Kapitalgeber KKR Private Equity Investors  und Goldman Sachs . Damals installierte der Industriegase-Konzern noch ein dreiköpfiges Management bei Kion mit Vorstandschef Hubertus Krossa, Finanzchef Nedim Cen und Chief Operation Officer (COO) Ralf Speth.

Am Donnerstag meldet die Kion Group nun, dass das Management deutlich ausgebaut wird. Künftig sollen auch die drei Vorsitzenden der Geschäftsführungen der Marken Linde, Still und OM im Executive Comittee vertreten sein. Stefan Rinck ist demnach für die Marke Linde, Rolf Karg für Still und Daniele Signorini für OM zuständig.

Dem Gremium gehören zudem auch Joachim Kaffanke, der sich um die Bereiche Recht und Zentrale Funktionen kümmert, und Jörg Ulrich an, der die Konzernentwicklung und das M&A-Geschäft vorantreiben soll.

Welche Aufgaben das bisherige Vorstandsmitglied Speth künftig innehaben wird, ist indes unklar. Die "Financial Times Deutschland" berichtete in ihrer aktuellen Ausgabe, dass das Unternehmen derzeit über die Modalitäten einer Trennung verhandele.

In der Pressemitteilung des Konzerns heißt es, "über die Aufgaben von Speth wird die Kion Group in Kürze entscheiden."

Der Umsatz von Kion lag 2005 bei 3,6 Milliarden Euro. Auf einer Fachtagung in Berlin soll Medienberichten zufolge das Management kürzlich gesagt haben, dass das Unternehmen bis 2009 einen Umsatz von fünf Milliarden Euro anpeile. Geplant ist zudem, den Konzern an die Börse zu bringen. Als Weltmarktführer bei Gabelstaplern gilt derzeit Automobilkonzern Toyota, der in dieser Sparte 4,3 Milliarden Euro im Jahr umsetzt.

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