Kiekert Vorstandsumbau nach Eignerwechsel

Die neuen Eigentümer des Schlossherstellers Kiekert haben zwei Posten im Vorstand neu besetzt. Neuer Contolling-Vorstand wird Jay Bratz, für die Restrukturierung ist nun Ulrich-Nicolaus Kranz verantwortlich.

Frankfurt am Main - Die neuen Kiekert-Eigner, die Investmentgesellschaften Blubay Asset Management und Silver Point, haben den Vorstand des angeschlagenen Automobilzulieferers umstrukturiert. Den Posten des Controlling-Vorstands hat Jay Bratz übernommen, für Restrukturierung ist nun Ulrich-Nicolaus Kranz verantwortlich. Chef bleibt Wolfgang Theis, wie aus der Webseite des Türschlossherstellers hervorgeht.

Bereits vergangene Woche seien die zwei Manager der Düsseldorfer Sanierungsberatung Droege & Comp. in den Vorstand bestellt worden, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Im vergangenen Oktober hatte eine Investorengruppe aus den Investmentgesellschaften Bluebay, Silver Point und Morgan Stanley  sowie Deutscher Bank  Kiekert vom bisherigen Eigentümer Permira übernommen. Inzwischen ist die Deutsche Bank aber aus dem Konsortium ausgestiegen, wie die Zeitung berichtet.

Kiekert wurde 1857 von Arnold Kiekert in Isenbügel als Schloss- und Beschlagfabrik gegründet. 1994 wurden die verschiedenen Firmenteile zur Kiekert AG verschmolzen, ein Jahr später ging Kiekert an die Börse.

Permira hatte den damaligen MDax-Wert im Jahr 2000 für 530 Millionen Euro gekauft und 2003 von der Börse genommen. Ende vergangenen Jahres wurde Kiekert an die jetzigen Eigentümer verkauft. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 4000 Mitarbeiter, davon 1600 in Deutschland.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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