Capitalia Vorstandschef vor Ablösung

Nach dem Einstieg von Investoren ist es in der Capitalia-Führungsetage offensichtlich zum Streit gekommen. Während Capitalia-Vormann Matteo Arpe eine Fusion anstrebt, will Aufsichtsratschef Cesare Geronzi die Eigenständigkeit der Bank bewahren. Nun muss Arpe um seinen Posten fürchten.

Hamburg/New York - Matteo Arpe, Chef der italienischen Bank Capitalia , steht Presseberichten zufolge kurz vor der Ablösung. Der Capitalia-Aufsichtsrat wolle an diesem Donnerstag über den Rauswurf Arpes beraten, berichten die "Financial Times" (FT) und das "Wall Street Journal" (WSJE/jeweils Mittwoch) unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Arpe sei jedoch nicht bereit, dem Druck nachzugeben.

In den vergangenen Monaten hatten sich Meinungsverschiedenheiten über die künftige Strategie der Bank herauskristallisiert. Arpe und Aufsichtsratschef Cesare Geronzi seien aneinander geraten, als die spanische Bank Santander  und der französische Investor Vincent Bolloré Capitalia-Aktien kauften. Sie halten jeweils knapp unter 2 Prozent.

Geronzi hieß beide willkommen - laut ihm nahestehenden Kreisen mit dem Ziel, beide Investoren in eine Allianz zur Erhaltung von Capitalias Eigenständigkeit einzubinden, wie die "FT" berichtet. Arpe hingegen gelte gegenüber einer Fusion als offener. Ein Capitalia-Sprecher wollte sich zum Inhalt der bevorstehenden Sitzung nicht äußern.

manager-magazin.de mit Material von ap

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