EnBW Claassen soll bleiben

Im Zusammenhang mit der Vergabe von Tickets für die Fußball-WM war Utz Claassen scharf kritisiert worden. Es folgten Gerüchte, der EnBW-Chef werde zur Deutschen Bahn wechseln, dann hieß es, er habe den politischen Rückhalt verloren. Jetzt scheint sich das Blatt gewendet zu haben.

Stuttgart/Karlsruhe - Der Vorstandsvorsitzende der Energie Baden-Württemberg (EnBW) , Utz Claassen, kann auf eine Verlängerung seines Vertrags beim viertgrößten Energiekonzern Deutschlands hoffen. Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagausgabe) will der Aufsichtsrat die Personalie Claassen in den nächsten Wochen mit mehreren anderen, auslaufenden Verträgen von Vorstandsmitgliedern verbinden.

"Wir wollen die Verträge gemeinsam behandeln und streben eine Paketlösung an", sagte Aufsichtsratschef Claus Dieter Hoffmann dem Blatt. Claassens Vertrag läuft zum 30. April 2008 aus, wobei ein Jahr vorher entschieden werden muss, ob er verlängert wird.

Auch die Verträge von Finanzchef Christian Holzherr, Arbeitsdirektor Bernhard Beck und Vertriebschef Detlef Schmidt laufen aus. Darüber hinaus muss der Karlsruher Energiekonzern einen Nachfolger für Technikvorstand Thomas Hartkopf finden, der jüngst seinen Posten aufgegeben hatte.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Spekulationen darüber gegeben, ob der 43-jährige Claassen EnBW nach vier Jahren verlässt. Mehrfach war er als möglicher neuer Chef der Deutschen Bahn genannt worden.

Bei den Anteilseignern der EnBW wie den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) mehren sich nun die Stimmen, die eine Vertragsverlängerung für Claassen empfehlen - auch wenn sein Führungsstil in den vergangenen Jahren mehrfach für öffentliche Diskussionen gesorgt hatte. Das Blatt zitiert einen ranghohen Vertreter der OEW mit den Worten: "Am Schluss zählen die Zahlen. Und da gibt's nichts auszusetzen."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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