Extremjobber-Blog Von Freaks und Übermenschen

Ist eine Trennung von Arbeit und Privatleben noch möglich oder müssen wir permanent zur Verfügung stehen? manager-magazin.de wollte wissen, wie seine Leser darüber denken. Eine Auswahl der bisherigen Beiträge.

Benutzername: KB_log

Beitrag: In der Tat hat der Grad der permanenten Erreichbarkeit dramatisch zugenommen. Aber hier gilt grundsätzlich: Wo der Trennungsstrich zwischen Job und Freieit/Familie verläuft, bestimmt man in weiten selber.

Dieses "ich muß ja erreichbar sein" ist ein Riesen-Selbstbetrug und billiges Argument sich hinter Anderen und deren wirklichen bzw., eher vermeintlichen Ansprüchen zu verstecken. Denn am Ende drückt jeder selbst für sich die "Stumm" oder "Aus" Taste und entscheidet damit, ob man erreichbar ist oder nicht. Und wem die Arbeitsbelastung zu viel wird, kann immer noch etwas anderes tun. Hier bin ich gnadenlos der Meinung von Hr. Spraenger: "Die Entscheidung liegt bei Dir. Und nur man selbst ist verantwortlich für sein Tun." Es ist eher ein Problem, das die Informationsflut in vielen Unternehmen nicht sauber gesteuert wird und man, gerade bei EMails, häufig in Themen involviert wird, die gar nicht die eigene Sache sein sind. Aber auch hier, erlebe ich immer wieder Menschen, die ach so selbstbestimmt sind und auf der einen Seite sagen "kopier mich mal mit ein" und auf der anderen Seite permanent klagen: "ich komme gegen meine Mail-Flut gar nicht mehr an". Die Ärmsten! Hier gilt: Selbstproduziertes Leid erhält keinerlei Gnade!


Benutzername: Udo Arno Kern

Beitrag: Ganz einfach, man muss das zulassen oder nicht, Laden im Griff, Privatleben im Griff. von NIX Kommt auch NIX, Wochende frei, und an seinen für sich selbst gemachten Zeitplan halten .


Benutzername: zachyyy

Beitrag: hallo liebes manager magazin. also wie soll denn ein solch gestresster manager die zeit dazu finden ein blog zu verfassen wenn er ja immer arbeiten muss. da stimmt was an der logik nicht :)


Benutzername: Dipl. Ing. Martina Kraft

Beitrag: Ich finde das völlig normal immer erreichbar zu sein. Handy, Laptop und blackberry sind doch die wahre Freiheit. Aus der Eisdiele telefonieren, am Pool mails schreiben und beim Schuhe kaufen erfahren, dass der Deal am anderen Ende der Welt funktioniert hat. Ich bin nicht mehr an den Schreibtisch gefesselt, sondern kann auch mal raus, wenn mir danach ist.

Ich habe meinen Kunden immer gesagt: "Ich nehme Ihr Geld auch Sonntags", die fanden das immer cool.

Wer das alles nicht will kann die Geräte ja ausmachen.


Benutzername: Rudolf

Beitrag: Aus Erfahrung kann ich Ihrem Beitrag nur zustimmen.Besonders für Eigentümer aber auch für angestellte Manager ist die Vereinbarung von Job und Familie kaum machbar (siehe hohe Scheidungsquote). Hinzu kommt der weltweite Wettbewerb, der immer brutaler wird. Also: keine guten Aussichten für Familienmenschen, sondern nur für Übermenschen! In diesem Sinne!


Benutzername: Emely13

Beitrag: In meinem Job (Investmentbanking/M&A) arbeite ich jeden Tag mind. 14/15 Stunden, muss permanent auf Handy und Blackberry erreichbar sein.

Auf der einen Seite lernt man dadurch viel schneller (klar man arbeitet mehr), auf der anderen Seite ist die Belastung und der Druck sehr hoch. Ich finde es ok dies fuer einige Jahre zu machen, da man sich auf diesem Wege eine gute Position und Wissen erarbeiten kann auf der anderen Seite ist es langfristig mit einem vernuenftigen Privatleben nicht vereinbar, da ein Partner mit einem "normalen" Job kaum Verstaendnis dafuer hat - zurecht.

Leider ist es letztendlich so, dass oftmals totale Freaks und Leute die wenig soziales Leben haben in diesem Umfeld am besten weiterkommen, da sich fuer sie die Entscheidung Privat oder Job nicht wirklich stellt.

Menschen die ein normales Privatleben haben wird es irgendwann zu bloed 100% verfuegbar zu sein muessen und kein wirkliches Privatleben zu haben. Ein extrem hohe Bezahlung reicht dann meist als Ausgleich nicht mehr.

Fazit: die uebriggebliebenen Workaholics in den hoeheren Positionen bewaeltigen dieses Arbeitspensum weil es ihnen gefaellt, sind aber oftmals sozial etwas unterentwickelt.


Benutzername: wilkem

Beitrag: Gute Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter/innen zu Erfolgen führen und angekündigte Ergebnisse liefern, benötigen eine solche Allzeitpräsenz nicht. Sie und ihr Umfeld wissen, dass ihre Leistung und Eigenschaften effizient und effektiv zeitnah abgerufen werden können. Es belastet gute Führungskräfte deshalb auch nicht, sollte ihre Einbindung ausserhalb des normalen betrieblichen Ablaufs erforderlich werden.


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Benutzername: jorebu

Beitrag: Wir sollten alle "Lebenslänglich" arbeiten. Dann können wir nach 25 Jahren endlich in den Ruhestand gehen.


Benutzername: Nicolas

Beitrag: In meinem Augen wird das Thema überschätzt. Viele Manager nehmen sich m.E. viel zu wichtig und versuchen ihrer Umwelt durch das Gerede von Überstunden, ständiger Erreichbarkeit und Mobil-Telefonitis ihre eigene Wichtigkeit zu suggerieren. Bedauerlicherweise funktioniert das auch noch leidlich. Ich selbst arbeite im Management eines int. Konzerns und kann 70-80 Stunden Wochen nicht nachvollziehen. Bei vielen hapert es sicher am eigenen Zeitmanagement; wenn man natürlich alle Termine ( Mittagslunch und Abendessen, Flugreisen, etc. ) mit einbezieht, so kommt man sicherlich auf eine hohe Anzahl von Stunden. Dies ist aber oft auch mit Annehmlichkeiten verbunden, die bei der reinen Arbeitszeit in Abzug gebracht werden sollten. Denn wieviele Menschen können ( oder wollen ) es sich schon privat leisten in Sterne-Restaurants zu speisen, oder First-Class zu fliegen...? Im übrigen: Wer ständig erreichbar ist, hat falsche Mitarbeiter, kann nur unzureichend deligieren, oder gehört zum Personal...


Benutzername: agre

Beitrag: Gerade Führungskräfte pflegen über ihr wahres Arbeitspensum zu lügen. Tatsächlich führen sie ein ziemlich komfortables Leben, das ihnen viel Zeit für Privates lässt. Sie verfügen in der Regel über einen großen Mitarbeiterstab, der ihnen alle Arbeit abnimmt. Z. B. Josef Ackermann: Er verbrachte seine Tage im Gerichtssaal des Düsseldorfer Landgerichts, ohne dass er dadurch eine Lücke in der Deutschen Bank gerissen hat. Im Gegenteil: Der Bank ging es noch nie so gut wie in der Zeit, in der Ackermann sich nicht um sie kümmern konnte, weil er mit seinen Strafprozessproblemen beschäftigt war. Die Chefmanager sind eher eine Belastung für ihr Unternehmen als eine Stütze. Z. B. Jürgen Schrempp: Als die Nachricht von seinem Ausscheiden aus dem DaimlerChrysler-Konzern durchsickerte, explodierte der Kurs der Aktie von DaimlerChrysler. Welches Kurspotential die deutschen Aktien noch haben im Hinblick auf eine Ausdünnung der Vorstandsetagen, lässt sich nur ahnen!


Benutzername: Sven

Beitrag: Ich habe zum Glück eine geregelte Arbeitszeit von 39 Std. als Angestellter (nicht leitend). Ich habe allerdings Freunde und Bekannte, auf die die Beschreibung "EXTREMJOBBER" zutrifft und möchte auf keinen Fall tauschen.

Hier wird meiner Meinung nach der Freizeitwert völlig mißachtet. Wenn ich mir ausrechne, wie hoch der rechnerische Stundenlohn eines EXTREMJOBBERS ggü. meinem ist, dann kann ich keinen Vorteil erkennen. Und das sich der Körper früher oder später aufgrund dieses Raubbaus durch irgendeine Krankheit bemerkbar macht, ist heute auch scheinbar vielen egal.


Benutzername: koelle_koelle

Beitrag: Wer meint mit ständiger Erreichbarkeit auch ein Optimum an Leistung bringen zu können, der irrt gewaltig. Ständig erreichbar zu sein für jedermann ist das uneffektivste was vorstellbar ist. Früher hatte der Tag 24 Stunden und die Stunde 60 Minuten und das hat sich durch die fortgeschrittene Technik nicht verändert, es kann also nicht mehr in vergleichbar gleicher Zeit bewegt werden. Das sich Wege und Bearbeitungszeiten durch Technik verändert haben und Zeit dadurch für andere Dinge nutzbar wird ist Zeichen von Entwicklung. Abgewogenheit und verantwortungsvolle Handhabung der (neuen) Medien und nicht Quantität bringt m.E. nachhaltigen Erfolg und damit auch Ertrag.


Benutzername: hweseloh

Beitrag: Erreichbar muss man immer sein, vor allem wenn man über die Zeitzonen hinaus arbeitet. Aber nicht für jeden. Dazu hat man ein Sekretariat.


Benutzername: Klotz

Beitrag: Ich arbeite in einem bekannten deutschen Großunternehmen der Elektroindustrie und zähle mich ebenfalls zur Kategorie der sogenannten Workaholics. Fakt ist, daß die heutigen Arbeitsbedingungen durch die geforderte Flexibilität, Mobilität und ständige Erreichbarkeit zu Anforderungen führen, die das menschliche Gleichgewicht aus Arbeit, Erholung und Schlaf naturgemäß aus dem Gleichgewicht bringen müssen. Sich dagegen sträuben, bedeutet oftmals "Positionsverlust", bedingungslos mitmachen führt aber ebenso oft und irgendwann zum Kollaps, sei es gesundheitlich, familiär oder beziehungstechnisch. Daher versuche ich mit den Anforderungen so umzugehen, daß ich anstehenden "Peak-Perioden" möglichst viel positives abzugewinnen versuche und mich mit voller Intensität einsetzte, jedoch schon mit dem festen Vorsatz, anschliessend die "Beine baumeln" zu lassen. So plane ich beispielsweise nach erfolgreicher Abgabe eines umfangreichen und arbeitsintensiven Angebotes einen Kurzurlaub mit meiner Familie ein um für allseitigen Ausgleich zu sorgen. E-mails und Anrufbeantworter checke ich an Wochenenden grundsätzlich nur einmal am Samstag mittag, Sonntags dagegen ist in der Regel vollkommen frei, es sei denn, Geschäftsreisen o.ä. stehen an. Wichtig also ist, die Zeiten von Belastung und Entspannung möglichst gut mental zu planen und sich dann auf beide Phasen zu freuen.


Benutzername: PvK aus München

Beitrag: Meine Erfahrung zu diesem Thema: 3 Gründe, warum ein Extremjobber-Leben (erb)ärmlich ist - aus eigener Erfahrung: 1. Anerkennung erhält man nur noch über seine Arbeit, denn für alles andere hat man keine Zeit. 2. Egal wieviel Leistung, Zeit und damit "Herzblut" man in seine Arbeit investiert. Geht es der Firma schlecht, erfolgt trotzdem die Kündigung - meist ohne jegliche Anerkennung. Und Drittens: Eines Tages kommt man zur Erkenntnis, dass das Leben nicht nur aus Arbeit, sondern aus viel mehr besteht.

Man muss nur mal darüber nachdenken. Allerdings, bei 70 - 80 Arbeitsstunden pro Woche hat man für solche Gedanken nicht den Kopf frei. Leider.


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Benutzername: Vogtlaender

Beitrag: Ich mag zwar nicht zu dieser Klientel zählen, welche hier wahrscheinlich hauptsächlich angesprochen werden soll, aber auch unten wird der Druck und die Arbeitszeit mehr.

Festzustellen ist, das immer mehr Arbeit von oben kommt. die mit der eigentlichen Arbeit eines Angestellten nicht mehr viel zu tun hat. Solche Arbeit betrifft eigentlich meist das mittlere bzw. obere Management. So müssen in Projekten Entscheidungs- bzw. Prodouktionsprozesse ausgearbeitet, die dann bei einem Ergebnis nach oben gemeldet werden und dann der sogenannte Manager dies als SEINES verkauft.

Für mich und mancher meiner Kollegen ist dies die modernste Form der Sklaverei. Man muß hier die Gehälter der Manager und die der Angestellten in Betracht ziehen.

Aber wehe man kommt mit einem finanziellen Ausgleich, oh je, dann geht meist und wenn dann nur minimal fast gar nichts.

Die heutigen Manager delegieren meist und wissen eigentlich gar nicht was wirklich los ist. Bei denen herrschen nur noch Statisken und Zahlen. Viele werden ja auch fürstlich für Ihre hohe Stundenzahl entlohnt.

Wiederum fragt man sich für was die hohe Stundenzahl?

Wieviele Fehlentscheidungen entstehen dadurch?

Genug Beispiele gibt es in der Wirtschaft und Politik. Leider wird aber vieles verschwiegen und das Fußvolk muß dies dann ausbaden.


Benutzername: mondavio

Beitrag: Ich bin seit 1985 Geschäftsführer eigener Firmen im Beratungsumfeld. Ich war mit Ausnahme der ersten 2 Jahre nie rund um die Uhr verfügbar. Selbstausbeutung führt in die gesundheitliche Katastrophe. Je mehr Zeit ich mir für mich selber genommen habe, desto wirtschaftlich erfolgreicher war ich. Nur ein ausgeruhtes Hirn kann kreativ sein. Das geht nicht nur mir so. Eine Führungskraft heißt Führungskraft, weil sie Mitarbeiter führt, an die Aufgaben delegiert werden, nicht weil sie alles selber macht. dazu gehört allerdings, daß man sich intelligente Mitarbeiter aussucht und ihnen Vertrauen schenkt. Auch Kunden respektieren übrigens einen Feierabend. Wahrscheinlich finden es aber auch viele Manager schick, ständig außer Atem zu sein und "Stress" zu haben.


Benutzername: poilu

Beitrag: Immer erreichbar und glücklich - heißt es in den heutigen Märchen. Kinder brauchen Märchen! Erwachsene auch?


Benutzername: entartete welt

Beitrag: und dann wundern wir uns, daß es immer weniger kinder gibt und immer mehr burnout und dass das berufsleben mit mitte vierzig zuende ist? was für eine perverse welt! in der auf der anderen seite ein zunemender teil der bevölkerung ganz von arbeit ausgerenzt wird.


Benutzername: AM

Beitrag: Ihre Fragestellung ergibt sich aus einem in der Industrialisierung entstandenen Missstand:

Die Trennung von "Arbeit" und "Leben", letzteres oft definiert als Freizeit, Urlaub, Familie, etc. Als ob das eine ohne das andere möglich oder Zufriedenheit stiftend wäre. Bis zur Industrialisierung war beides miteinander verknüpft: Der Handwerker lebte über der Werkstatt, der Händler über seinem Laden oder Lager. Und der Selbständige gab dort auch häufig den Mitarbeitern Quartier, Kost, Familienanschluss, ein soziales Umfeld.

Und dadurch war man nahezu immer erreichbar. Wer die Einstellung hat:

Arbeit = negativ

Freizeit = positiv

und beides trennen will, wird unzufrieden.

Wer beides sinnvoll verknüpft und bei beidem Positives und Negatives wahrnimmt, erreicht höhere Zufriedenheit. Moderne Kommunikationsmittel machen das Verknüpfen heute einfacher und bequemer denn je.

Insofern ist es eine große Chance auf mehr Zufriedenheit.


Benutzername: Ottonormalposter

Beitrag: Ein wesentlicher Aspekt ihres Artikels ist falsch, da er nicht die Hierarchie-Ebene in die Betrachtung einbezieht.

Auf unteren Eben werden Überstunden bezahlt, mehr arbeiten bringt auch mehr -dafür läßt sich das Mehr an Arbeit auch im Ergebnis effektiv messen Expertenpositionen und untere Managementebenen sind die klassischen Workaholics, die für ihren Einsatz nur die vage Hoffnung auf einen Aufstieg erhalten. Ineffektiver und sinnloser Aktionismus (Ständige Erreichbarkeit, abliefern und auch fordern von Reportbergen / Untersuchungen) sind Bestandteile der Trickkiste, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Einsatz und meßbare Ergebnisse stehen nicht mehr in direktem Zusammenhang, da vieles von unbeinflußbaren Faktoren (Glück?) abhängt.

Kein bisheriges Privatleben übersteht diesen Einsatz, wenn der Erfolg nicht schnell kommt. Die Workaholics sollten sich dann aber auch fragen, ob sie ihre Ziele auf der Position erreichen können, in dier sie sitzen. Die Umgebung erkennt den Selbstbetrug viel schneller und der Workaholic wechselt seine Freunde aus, nicht umgekehrt ! Bestätigung ist nun mal angenehmer als ehrliche Kritik am eigenen Habitus.

Im oberen Management wird gelogen. Diese Personen müssen angeblich ständig erreichbar sein, sind es aber (wegen anderer? Termine) gerade nicht für denjenigen, der's versucht. Man kennt die Trickkiste und weiß sich zu wehren. Man kann Angenehmes mit Nützlichem Verbinden und so den Aufstiegswilligen das Leitbild zur Selbstausbeutung geben, denn ein hoher, versteckter Freizeitanteil (Geschäftsessen, Golfplatzmeetings..) wird unter Arbeitszeit verbucht. Der private Erfolg orientiert sich an Macht, nicht an messbarer Leistung, Sollte in diesen Positionen die eigene Leistung objektiv gemessen werden können, ist das ein Angriffsfläche !

Das aufgebaute Image kann gar kein Privatleben enthalten. Kann dieser Typus Mensch einen gleichberechtigten Lebenspartner (v)ertragen ?

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Benutzername: OblongFitzOblong

Beitrag: Ich bin selbständiger Finanzberater und komme auf einen ca. 14 Std. Tag im Durchschnitt. Die Wochenenden halte ich mir (und meiner Frau) weitgehend frei und ich bin auch nicht permanent erreichbar. Im Gegensatz zu vielen Kollegen, die ohne das Ding nicht mehr existieren können, könnte ich mein Handy im Grunde sogar abschaffen. Wenn ich auf längeren Fahrten unterwegs bin, muß ich nicht erreichbar sein, da reicht der AB im Büro völlig aus. Lieber bilde ich mich weiter per Hör-CD oder höre die Musik, die meine Frau nicht mag. Auch eine Auszeit im Fitnesscenter tagsüber muss mal drin sein. Fachpresse kann man wunderbar auf dem Fitnessfahrrad durchsehen. Der Erfolg stellt sich trotzdem - oder eben deswegen? - ein, denn meine Klienten arbeiten lieber mit einem entspannten, weitläufig informierten Menschen zusammen als mit einem abgehetzten Fachidioten.


Benutzername: Watermac

Beitrag: Ich kann mich dem Beitrag von Frai Kraft nur anschließen. Ich finde es klasse, dass ich egal wo ich bin, die Möglichkeit habe, meinen Kunden zu helfen.

Schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können, erleichtert einiges. Ich denke die Kombination von Privat und Beruf ist auch eine Sache, wie ich für mich die einzelnen Bereiche definiere.

So habe ich als Unternehmer immer die Möglichkeit, auch mal tagsüber raus zu gehen und etwas zu tun, was nicht mit Business zu tun hat - gerade weil ich ja auch dann erreichbar wäre, wenn es nötig ist.

Wenn ich beispielsweise mit meiner Frau esse oder eine Massage genieße, wird das Handy zu 99 % stumm geschaltet. Nur in seltenen berechtigten Fällen, bleibt es im leisen Zustand angeschaltet.

Wie schon mehrfach erwähnt wurde, so bin ich es immer selbst, der bestimmt, wie und wo ich erreichbar bin.

Ich liebe das Business und mein Privatleben.


Benutzername: mihauni

Beitrag:

Zeitmanagement- und Führungskräfteseminare vermitteln den richtigen Weg. Warum nicht einfach daran halten! Wer meint mit 60 - 80 Stunden Wochen über die Runden kommen zu müssen, lebt am Rande des Herzinfarktes/Nervenzusammenbruchs, betreit somit Raubbau am eigenen Körper.

Delegieren, Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter erreichen mehr, als permanent am Prozess beteiligt zu sein. Wer die 80 Stunden Woche trotzdem braucht, sollte aber auch nach dem halben Berufsleben = nach 20 bis 22 Jahren seine Schäfchen im Trocknen haben, aussteigen und genießen. Das ist dann auch ok..


Benutzername: Kat

Beitrag: Niemand sollte sich von diesem Ueberstunden-Hype zu stark beeindrucken lassen, denn das laesst haeufig auf schlechtes Zeit- und Ressourcen-Management schliessen. Leider wird es zu einer Modeerscheinung, lange zu arbeiten und staendig erreichbar zu sein.

Als Fuehrungskraft halte ich es hingegen fuer meine Pflicht, dafuer zu sorgen, dass meine Mitarbeiter ein ausgewogenes Verhaeltnis zwischen Berufs- und Privatleben pflegen.

Motivierte und leistungsfaehige Mitarbeiter sind das groesste Kapital. Es nutzt mir nichts, wenn jemand kuendigt, weil er voellig ausgepowert ist.

Es nutzt mir nichts, wenn Leistungs- und Konzentrationsfaehigkeit sinken und demzufolge die Qualitaet der Arbeit leidet.

Lange Arbeitszeiten sind akzeptabel und notwendig in Ausnahmefaellen, aber sie sollten nicht zur Regel werden.

Jahrelang bin ich selbst dem Druck erlegen, ueberall erreichbar zu sein, bis spaet in die Nacht und selbst an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten. Fast haette ich dafuer einen hohen Preis mit meiner eigenen Gesundheit bezahlt. Und glauben Sie mir, wenn man diesen Punkt erreicht, wird keine Firma der Welt dafuer danken, dass man sich bis zur totalen Erschoepfung abgerackert hat. Mit etwas Glueck bekommt man vielleicht einen "Golden Handshake". Man wird schliesslich dafuer bezahlt, was man in der Zukunft fuer die Firma leisten wird, nicht fuer die Vergangenheit.

Ganz im Ernst, ich denke, der menschliche Koerper kann starke Belastung fuer eine begrenzte Zeit ertragen. Aber irgendwann bekommt man die Quittung, wenn man nicht fuer Ausgleich sorgt.

Ich habe aus meinen Fehlern gelernt:

Ich achte nun auf ein ausgewogenes Verhaeltnis zwischen Arbeit und Privatleben, was nicht heissen soll, dass ich meine Arbeit vernachlaessige. Im Gegenteil, ich bin durch vernuenftiges Zeitmanagement und Kraefte-Haushalten wesentlich effizienter geworden.

Abundzu goenne ich mir gar den "Luxus", das Notebook im Buero liegen zu lassen und das Handy auszuschalten.

Wir sind alle nur Menschen und keine Maschinen!


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Benutzername: Sepp

Beitrag: Ja ja.

70 Stunden Woche. OK dann und wann. Und die Frau zuhause? Die geht fremd. Wahrscheinlichkeitsgrad: 100%. Und mit 55 Jahren tod umfallen im Hotel. Wahrscheinlichkeitsgrad: 100%. Selbst "erlebt": 2 Übermenschen aus 400 Kollegen haben sich ausgeklinkt. Mein UMTS-WLAN-Laptop und Firmenhandy bleibt abends eben aus! Der Finanzinvestor mit seinen 20% jährlichen Gewinnwachstumserwartungen, der bei "uns" die 60% hält ist mir irgendwie egal. Gute Nacht ihr Unerleuchteten.


Benutzername: Kilroy

Beitrag: Jeder, der sich für das Management entscheidet sollte doch wissen, was das bedeutet. Wir sind in einer Leistungsgesellschaft und wer in dieser viel Geld verdienen will, muß auch viel arbeiten.

Z. B. in internationalen Unternehmen kann man es sich kaum erlauben, nicht ereichbar zu sein. Wie soll sonst die Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen funktionieren?

btw fällt mir ein, daß es in der BRD früher schon mal die 50 Stunden Woche gegeben hat. Die Gewerkschaften haben dies nach und nach zurückgefahren mit der Konsequenz, daß wir Heute in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

Also was soll das Jammern? Wieder mal auf sehr hohem Niveau, scheint mir. Guckt mal in andere Länder, was und wie viel dort gearbeitet wird.

Just my 2 cent


Benutzername: Economist Brigitte Plattner

Beitrag: Stress durch Handys? Handy sind abstellbar. Stress wegen zu viel Kundenbetreuung und Überarbeitung? Ist Ursache von fehlerhafter Organisation. ZU viele Mails? Ich lese alle und rund 30 Artikel pro Tag und habe Zeit für Pool, Garten und Kinder und Samstags für Sozialarbeit. Hab das Handy auf Mail umgestellt, bitte meine Kunden mich im Chat zu treffen oder mir Mails zu schicken, da habe ich mehr Zeit über ihre Ideen nachzudenken und in Ruhe zu antworten, was gut angenommen wurde. Keiner wird ohne mich sterben, da ich weder Notartzt, bei der Feuerwehr auch nicht im Aktiengeschäft bin. Zeiteinteilung und Prioritäten setzen hat auch was mit Prozessvernetzung zu tun. Der alte deutsche Spruch; "Wenn rennt hat verpennt", hat immer noch was.

Extremjobber-Bock. Jeder ist selbst für seine Arbeit und Gesundheit verantwortlich. Arbeit kann Energie auf -und abbauen, man muss seinen Körper und Geist kennen und wissen was und wer gut für ihn ist. Gott sei Dank gibt es so viele Egocentriker im Internet, da lernt man doch eine Menge bei und was einem nicht gefällt kann man mit einem Klick weglassen. Also wen störts? Die Menschen haben sehr verschiedene geistige Entwicklungsstadien und ihre Auffassungen kommen von ihren Erfahrungen und Kenntnissen, die man respektieren muss. Hat denn ein dreizehnjähriger das gleiche Wissen, wie Sie? Wer ist der Klügste? Der Klügste ist, der weiss, was er nicht weiss aber weiss dass er jemanden fragen kann.

Alles Liebe and relax.

ISO 9001 Spezialistin Brigitte Plattner, 2000 vom RW/TÜV zum Auditor berufen seit 1997 als Beraterin in Südamerika tätig.


Benutzername: grxlwpf

Beitrag: Ein Gedanke, den ich seit einiger Zeit habe: Die 'Arbeit' hat vielerorts gerade in den letzten Jahren geradezu religiöse Züge angenommen. Man hat gefälligst motiviert sein. Es herrscht die Pflicht, daß die Arbeit einen erfüllt. Man hat sein Leben komplett in den Dienst der Firma zu stellen. Man darf auf gar keinen Fall einen Bruch im Lebenslauf haben. Die Arbeit hat das allerwichtigste im Leben eines Menschen zu sein.

Solche Radikalisierungen sind typisch für geschichtliche Übergangszeiten. Wir steuern nunmal darauf zu, daß die bekannte lebenslange Festanstellung größtenteils passe sein wird, und daß wir uns auf viel flexiblere Arbeitsverhältnisse einstellen müssen, mit Berufswechseln, Auszeiten usw. Wohl gerade deswegen wird das antiquierte Arbeitsbild umso radikaler zelebriert.

Parallelen in der Geschichte gibt es etliche: Die großen Religionskriege fanden nicht im Hochmittelalter, sondern in Renaissance und Frühbarock statt. Genau dann, als Europa begriffen hatte, daß der Katholizismus nicht die alleinseligmachende Wahrheit darstellt. Oder der furchtbare Militarismus 1914-1945, als die 'Ehre des Feldes' genau dann sturköpfig und unbelehrbar propagiert wurde, als klar war, daß glorreiche Feldzüge wegen der modernen Militärtechnik der Vergangenheit angehören.

Heutzutage ist es nunmal die Arbeit. Deshalb die 70 Stunden Wochen. Weil der Mensch genau das radikalisiert, was eigentlich schon längst veraltet ist.


Benutzername: Jockel

Beitrag: Hallo Manager Magazin, ich habe seit etwa einem halben Jahr per Firmenlaptop auch privat an jedem Ort der Welt Zugang zu meinen E-Mails. Ich muss sagen, das mich meine Freunde für bekloppt halten wenn ich abends um 20 Uhr daheim noch Firmen E-Mails lese oder aber in meinem Urlaub für 1-2 Stunden täglich daheim oder im Hotel "arbeite". Für mich persönlich ist es eine Erlösung, nach einer Woche "Urlaub" an die Arbeit zu kommen und nicht 300-400 Not read E-Mails vorzufinden. Die meisten sind sowieso nur vom Absender "Ich habe es dir aber doch ge-E-Mailt" oder "Ich halte mir den Arsch frei".

Gruß, Jockel


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Benutzername: awtw

Beitrag: Ich zweifle, ob die veränderten Rahmenbediungen eine höhere Arbeitsbelastung im wörtlichen Sinn zur Folge haben, also Blackberry & Co eine Reaktion oder nicht etwa - auch - ein bewußt eingesetztes Mittel (Aktion) sind. Betrachtet man sich die tatsächliche Effizienz der getroffenen Entscheidungen von Politik über prominente Beispiele aus der Wirtschaft, wie die Fusion Daimler Chrysler, kann man eher den Eindruck gewinnen, das die Rahmenbedingungen und diese Spezies von Entscheidern sich wechselseitig bedingen und förden. Die Qualität der Entscheidung wird zweitrangig, Hauptsache es wird eine getroffen und dies möglichst schnell. Wer vom Typus her nicht in der Lage ist, fundierte qualifizierte Entscheidungen zu treffen - die Zeit brauchen - fühlt sich naturgemäß in einem Umfeld, des schnellen "Entscheidungsdrucks" wohl, da es die Defizite in der Entscheidungsfindung rechtfertigt. Dementsprechend hat er ein veritables Interesse daran, diesen Druck auf ihn selbst aufrech zu erhalten.

Fazit: Es stellt sich die Frage, ob viele Entscheider heute diesen Druck nicht etwa brauchen bzw. selbst produzieren, um qualitative Mängel ihrer Analyse- und Entscheidungsfähigkeiten zu verdecken.


Benutzername: jozy_1972

Beitrag: Für mich gehören ein anspruchsvoller, fordernder Job und ein erfülltes Privatleben zu meinem Leben. Ich möchte auf beides nicht verzichten. Gleichzeitig denke ich, dass die Arbeit in unserer Mentalität viel zu hoch bewertet ist. Ich sehe mich nicht nur als Arbeitstier und lasse mich auch nicht hierauf einseitig reduzieren. Ich habe ein Recht auf Regeneration, Ruhe, Ausgleich, Zeit für meine Hobbys, Sport, gesunde Ernährung. Das lebe ich auch so im Job vor. Wenn ich arbeite, macht es mir viel Spaß als Projektleiterin Probleme zu lösen und anspruchsvolle Arbeiten zu übernehmen. Ich werde persönlich und fachlich gefordert, kann mich weiter entwickeln und bekomme dafür eine attraktive Bezahlung.

Gleichzeitig sehe ich zu, dass ich möglichst häufig pünktlich gehe und den abend mit meinem Mann genieße. Soviel Freizeit hat man abends eh nicht mehr nach einem anstrengenden Tag. Am nächsten Morgen komme ich frisch und gut ausgeruht zur Arbeit und bin bereit, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich denke, dass es Menschen gibt, die auch trotz einem extrem hohen Arbeitspensum gesund und glücklich sind. Aber meiner Meinung nach ist das die Ausnahme, nicht die Regel. Die meisten Arbeitnehmer reagieren unter dem hohen Druck anders: Schlechter Schlaf, Rückenprobleme, Kopfschmerzen, Bluthochdruck. Am Ende warten Burn out, Depressionen etc.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich immer mehr Menschen diesem Druck entziehen werden. Weil: Ohne Gesundheit ist alles nicht. Was nützt mir das tollste Gehalt, wenn ich mit 40 oder früher einen Herzinfarkt bekomme und meiner Arbeit gar nicht mehr nachgehen kann? Ich denke, dass die extreme Einstellung, die wir jetzt haben, eine Phase ist, die auch wieder vorbei gehen wird.

Bin ich nicht bereit, mich in diese Spirale aus immer mehr Arbeit, Druck, permanenten Hyperstress reinziehen zu lassen, verliere ich eventuell meinen Job. Gleichzeitig steht mir aber eine ganz andere Erfahrung bevor: Die Lebensqualität steigt und mann kann die Arbeit aus einer anderen Perspektive betrachten, z.B. mit viel mehr Distanz. Lebensglück ist für mich nicht die Arbeit alleine, sondern eine gesunde Mischung aus Arbeit, Familie, Freundschaft, Liebe, Freizeit, Gesundheit. Die Arbeit ist nur ein beschränkter Teil hiervon, andere Lebensbereiche finde ich genauso wichtig.

Ich denke, dass die letzten wirtschaftlich turbulenten Jahre in Deutschland vieles relativiert haben. In Phasen der Arbeitslosgkeit empfinde ich mich nicht als Mensch, der wenig wertvoll ist, sondern einfach als einen Menschen, der mal mehr Zeit für sich hat. Wann immer es ging, habe ich zu dieser Zeit als freie Projektleiterin gearbeitet und viele neue Erfahrungen gemacht. Das hat mich entspannter und weniger ängstlich im Job gemacht. Heute kann ich freundlich und bestimmt meine Forderungen stellen und stimme nicht automatisch allem zu. Das tut mir sehr gut und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich meine Arbeit auch noch in vielen Jahren gesund und mit viel Spaß ausführen kann.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Arbeit menschlicher wird. Im Endeffekt tun wir unsere Arbeit für Menschen und ein positives Leben. Ich sehe Geld nicht über allem anderen, sondern als Mittel für ein angenehmes Leben. Für mich ist Geld nicht Selbstzweck. So kann ich mich auch fragen, wieviel Geld brauche ich wirklich. Wenn ich nicht noch mehr brauche, kann ich zugunsten einer höreren Lebensqualität Stress aus meinem Leben reduzieren und mehr Zeit damit verbringen, mein Leben zu geneßen. Ich möchte nicht eines Tages feststellen, dass mein Leben zum Großteil daraus bestanden hat, die Taschen von anderen durch meine Arbeit zu füllen. Alles hat seine Grenzen, auch die Arbeit. Lässt man sich von der extremen Verherrlichung der Arbeit anstecken, zahlt man unter Umständen einen hohen gesundheitlichen Preis. Dem Arbeitgeber ist das egal, schließlich ist man im Ernstfall schnell ersetzt. Der einzige, dem es nicht egal ist, ist man selber. Ich sehe deshalb nicht nur eine hohe unternehmerische Verantwortung im Job dem Arbeitgeber gegenüber, sondern in erster Linie sich selbst gegenüber. Achtet man nicht selbst auf Warnzeichen des Körpers wird es auch kein anderer tun. Eventcharakter beim Arbeiten hin oder her.

Jozy


Benutzername: fwb

Beitrag: "Als sie das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten sie ihre Anstrengungen." ... ich glaube, dieses Zitat von Mark Twain passt gut zur zappeligen Rastlosigkeit die heute in den Führungsetagen vorherrscht.

Warum?

Kann man die Flucht ins extrem-jobbing evetuell gar mit der Flucht vieler Arbeitsloser in die virtuelle Realität vergleichen?

Ich kenne Menschen aus beiden Bereichen und stelle erschreckende Gemeinsamkeiten fest. Ob nun im sozialen Verhalten oder der Suche nach Selbstbestätigung.

Es wird zwar mehr gearbeitet aber es wird auch ineffizienter gearbeitet. Wieviel unnötige Arbeitsstunden mussten Angestellte schon leisten, weil die Chefs schnelle und unüberlegte Entscheidungen getroffen haben.


Benutzername: huddelduddel

Beitrag: ja, der job. vieles kann ich bestätigen. aber - es kommt immer darauf an, ob man auch alles mit sich machen läßt. mein break hatte ich, als ich zufällig in einer wochenzeitschrift eine kurze "bemerkung" las: "nur bedienstete müssen immer erreichbar sein."

Es handelte damals um die notwendigkeit ein handy zu haben oder nicht. ich brachte diese aussage in verbindung mit dem spruch einer meiner professoren der uns immer mahnte: "führungskraft kommt von führen und führen heißt loslassen." dieses loslassen ist lernbar. bei geeigneten, gut ausgebildeten mitarbeitern kann ich deligieren, einiges an arbeit verteilen, was nicht heißen soll, daß dieser dann mit aufgaben zugemüllt wird.

also wer dies nicht kann oder will ist selbst schuld!


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Extremjobber-Blog: Arbeiten bis zum Umfallen?

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