DZ Bank Hilgert wird Vize

Der bisherige Vorstand Heinz Hilgert wird stellvertretender Chef der DZ-Bank. Hilgert ist gegenwärtig für den Zertifikatebereich und damit für einen Großteil der Erträge der genossenschaftlichen Zentralbank verantwortlich.

Frankfurt am Main - Der Aufsichtsrat der DZ Bank hat in seiner heutigen Sitzung Heinz Hilgert (53) mit sofortiger Wirkung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Hilgert ist seit 2001 Mitglied im sechsköpfigen Vorstand der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank und unter anderem für den wichtigen Zertifikatebereich des Hauses verantwortlich. Zudem ist er unter anderem Aufsichtsratschef der zur genossenschaftlichen Gruppe gehörenden Fondsgesellschaft Union Investment und der Teambank. Damit ist der 53-Jährige im Konzern für den weit überwiegenden Teil der Erträge verantwortlich.

Hilgert wurde 1953 in Lemgo/Lippe geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Duisburg. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Ökonom startete er seine Banker- Karriere im Jahr 1979 bei der Chase Manhattan Bank. Zwischen 1985 und 1996 war Hilgert in leitenden Positionen im Investment Banking beim Düsseldorfer Bankhaus Trinkaus & Burkhardt und später bei Sal. Oppenheim tätig.

1996 wechselte Hilgert zunächst als Generalbevollmächtigter Kapitalmarktgeschäfte in den Genossenschaftlichen FinanzVerbund zur SGZ-Bank und wurde 1997 in den dortigen Vorstand berufen. Dort hat er maßgeblich am Zusammenschluss von SGZ-Bank und GZB-Bank zur GZ- Bank mitgewirkt. Nach dem Zusammenschluss von GZ-Bank und DG Bank zur DZ Bank ist Hilgert seit 2001 Mitglied des Vorstands der DZ Bank.

Noch vor eineinhalb Jahren unterlag Hilgert seinem Vorstandskollegen Kirsch im Rennen um den Stellvertreterposten und damit um die Nachfolge des damaligen Bankchefs Ulrich Brixner. Informationen der "Welt" zufolge war Hilgert damals der Wunschkandidat Brixners, scheiterte aber am Widerstand der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.

Die DZ Bank ist das Zentralinstitut für bundesweit rund 1100 Volks- und Raiffeisenbanken. Die Fusionsgespräche zwischen den beiden Spitzeninstituten DZ Bank und WGZ waren Ende vergangenen Jahres gescheitert.

manager-magazin.de mit Material von reuters und vwd

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