Merrill Lynch Der 47-Millionen-Dollar-Bonus

Für den Chef einer der größten Investmentbanken Amerikas erscheint ein Gehalt von 700.000 Dollar eher mickrig. Tatsächlich hat Merrill-Lynch-Primus Stan O'Neal im vergangenen Jahr 48 Millionen Dollar verdient. Zu seinem Grundgehalt addierten sich nämlich 18,5 Millionen Dollar Bonus in bar und 28,8 Millionen Dollar in Aktien.

New York - Der Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch , Stan O'Neal, hat für seine Arbeit im vergangenen Jahr einen Bonus von 47,3 Millionen Dollar erhalten und wird damit zu einem der höchstdotierten Wall-Street-Manager.

Die Zahlung besteht aus 18,5 Millionen Dollar Bonus in bar und 28,8 Millionen Dollar in Aktien, wie die Bank am Mittwoch bekannt gab. Als Grundgehalt kassiert O'Neal jährlich 700.000 Dollar. Er leitet den weltgrößten Aktienhändler, der im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn verbuchte und an der Börse binnen zwölf Monaten einen Kursanstieg von 31 Prozent verzeichnete. O'Neals jüngster Bonus lag noch einmal 30 Prozent höher als die Zusatzzahlungen, die er 2005 erhielt.

Den für 2006 bisher höchsten Bonus an der Wall Street konnte mit 53,4 Millionen Dollar der Chef von Goldman Sachs , Llyod Blankfein, verbuchen.

Auch bei Blankein sind Boni und Sonderleistungen weit höher als das eigentliche Gehalt. So kommt der 52-jährige US-Manager insgesamt auf Bezüge von rund 54 Millionen Dollar. Nach Angaben des "Wall Street Journal" ist das die höchste bekannte Summe, die ein Chef einer US-Bank bisher als Jahresverdienst erhalten hat.

Der Bonussegen bei Goldman schließt sich an ein Rekordjahr an: Die Bank kommt nach einem steilen Anstieg des Aktienkurses inzwischen auf einen Börsenwert von über 85 Milliarden Dollar, die Profite stiegen um rund 70 Prozent auf beinahe 10 Milliarden Dollar.

Doch auch für andere US-Banker war es ein goldenes Jahr: Der Chef des Goldman-Konkurrenten Morgan Stanley John Mack, verdiente 2006 rund 41 Millionen Dollar.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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