Gap Erwarteter Führungswechsel

Er war für viele schon länger fällig: Gap-Chef Paul Pressler räumt nach andauernder schlechter Geschäftsentwicklung mit sofortiger Wirkung seinen Chefposten bei dem amerikanischen Modekonzern. Gründersohn Robert Fisher übernimmt den Posten kommissarisch.

San Franciso - Nach massiven Umsatzrückgängen und einem katastrophalen Weihnachtsgeschäft hat der kalifornische Modekonzern Gap jetzt die Reißleine gezogen: CEO Paul Pressler muss gehen.

Seinen Posten übernimmt kommissarisch Robert Fisher, der Sohn des Gründers Donald Fisher, der bereits verschiedene Spitzenpositionen innerhalb des Konzerns innehatte. Die Entscheidung, die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt, sei im "gegenseitigen Einvernehmen" gefallen, hieß es in einer Pressemitteilung des Konzerns. Pressler war seit 2002 bei Gap tätig.

Nach dem schlechten Geschäftsverlauf der vergangenen Zeit war in Branchenkreisen immer wieder laut über einen Verkauf spekuliert worden. Der Wechsel an der Spitze wird nun von einigen als Zeichen interpretiert, dass Gap möglicherweise doch unabhängig bleiben will. Die Gründerfamilie Fisher hätte bei einem Verkauf eine Schlüsselrolle inne, da sie einen Großteil der Aktien hält. Der Konzern mit Sitz in San Fransciso betreibt weltweit rund 3.100 Läden unter den Marken Gap, Old Navy und Banana Republic.

manager-magazin.de mit Material von ap