Reemtsma Anklage gegen Ex-Mitarbeiter

Vier ehemalige Reemtsma-Manager sind von der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen verbotener Zigarettenexporte in den Irak angeklagt worden. Als Angestellte sollen sie gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben.

Hamburg - Nach vier Jahren hat die Staatsanwaltschaft Hamburg die Ermittlungen gegen frühere Manager des Zigarettenherstellers Reemtsma abgeschlossen und Anklage erhoben. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe, die am Freitag (26. Januar) erscheint.

Vier frühere Angestellte des Tabakkonzerns wurden wegen des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz angeklagt. Dem Quartett wird vorgeworfen, von September 1997 bis Januar 2001 über die Türkei Zigaretten in den Nordirak eingeführt zu haben. Damit hätten sie gegen die damals geltenden Sanktionsbestimmungen der Vereinten Nationen verstoßen.

Die Vertreter der Hamburger Staatsanwaltschaft sprechen von 117 Fällen. Insgesamt geht es um rund 4,4 Milliarden Zigaretten im Wert von 36,9 Millionen Dollar, die über die Grenze geschafft wurden.