Michael Krammer E-Plus verliert Chef

Erst im Mai vergangenen Jahres hatte Michael Krammer die Führung von E-Plus übernommen. Nach gerade mal etwas mehr als sechs Monaten verlässt der Manager den Mobilfunkanbieter überraschend.

Amsterdam - Nach weniger als einem Jahr verlässt der Chef des Mobilfunknetzbetreibers E-Plus, Michael Krammer, das Düsseldorfer Unternehmen Ende Januar wieder. Die Muttergesellschaft KPN  teilte mit, Krammer gehe aus persönlichen Gründen.

Stan Miller, Mitglied des Vorstands von KPN und verantwortlich für die internationalen Mobilfunkaktivitäten des Konzerns, sowie Krammers bisheriger Stellvertreter, Thorsten Dirks, übernehmen vorerst das operative Geschäft bis ein Nachfolger gefunden ist. Miller sagte, er bedauere den Weggang Krammers, respektiere aber dessen Entscheidung.

Krammer war erst im Mai 2006 zu E-Plus gekommen. Unter seiner Aigide fiel die Entscheidung, das Projekt Handy-TV zu stoppen. Er sehe auf absehbare Zeit nicht, dass das mobile Fernsehen auf dem Handy in Deutschland ein Massenmarkt werde, hatte der Manager der "Welt" gesagt. E-Plus verließ das geplante Konsortium der Netzbetreiber.

Um Kosten zusparen, plante Krammer ebenfalls das Netz von E-Plus in fremde Hände zu geben. Die Wartung sowie der weitere Ausbau sollen spezialisierte Dienstleister wie Nokia, Ericsson und Alcatel-Lucent übernehmen. Daruch wollte Krammer bis zu 20 Prozent der Netzkosten einsparen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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