Donnerstag, 23. Mai 2019

Was ist eigentlich Basel II?

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist für viele ein lang gehegter Traum. Mit seinem Kompakt-Lexikon für Unternehmensgründungen gibt Herausgeber Tobias Kollmann Firmenchefs in spe einen Leitfaden an die Hand. manager-magazin.de präsentiert wöchentlich einen Auszug aus dem Lexikon.

1. Begriff

Neue Richtlinien für Eigenkapitalausstattung und Risikomanagement der Banken der Basler Vereinbarung (Basle Capital Accord).


Tobias Kollmann (Hrsg.): "Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmens-
gründung"
; Gabler 2005, 352 Seiten, 24,90 Euro.
2. Merkmale und Entwicklung

Aufgrund des Risikos für Banken durch die Kreditvergabe, im schlimmsten Fall der Totalausfall des Kredites, kann die Sicherheit der Einlage gefährdet sein. Daher besteht eine grundsätzliche Verpflichtung der Banken, ein adäquates Risikopolster in Form von Eigenkapital zu halten. Um eine Stabilisierung des Bankensystems zu ermöglichen, aber auch um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sind sowohl die Höhe der erforderlichen Eigenmittel als auch deren Qualität international durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basle Committee on Banking Supervision, BCBS) harmonisiert.

Infolgedessen wurde ab 1998 Basel II als aktualisierter Standard entwickelt. Die wichtigsten Entwicklungen sind hierbei eine Abwendung von einer pauschalierten Eigenkapitalunterlegung von Krediten und Hinwendung zur Bonität des Kreditnehmers als Maßstab der Höhe des erforderlichen Eigenkapitals. Dies soll eine risikogerechte Eigenmittelunterlegung und damit die Sicherheit und Solidität des Finanzsystems gewährleisten.

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