Telekom Austria Finanzchef ausgetauscht

Die Telekom Austria hat Hans Tschuden zum neuen Finanzchef bestimmt. Tschuden folgt auf Stefano Colombo, der nach Ablauf seines Vertrags abtritt. Die Amtszeit beträgt zunächst fünf Jahre.

Wien - Die Telekom Austria  hat Hans Tschuden für fünf Jahre zum Finanzvorstand (CFO) bestellt. Tschuden folge damit Stefano Colombo, der für eine Verlängerung seines per 10. April 2007 auslaufenden Mandats nicht mehr zur Verfügung stehe, teilte der österreichische Telekomkonzern am Montag mit. Der neue CFO soll seine Funktion ab dem 1. April 2007 ausüben.

Tschuden habe eine ausgezeichnete Finanz- und Börsenkompetenz, eine umfassende operative Qualifikation, internationale Erfahrung und Führungsqualitäten. Der Manager ist Jahrgang 1958 und war seit 1989 beim Ziegelproduzenten Wienerberger Gruppe zunächst als Controller und ab 1993 als Geschäftsführer der Wienerberger Rohrsysteme tätig. 1995 wechselte er als Geschäftsführer zur Keramo Wienerberger NV in Belgien und 1998 zur Steinzeug Abwassersysteme in Köln. 1999 wurde er Mitglied der Wienerberger Gruppenleitung und im Mai 2001 Finanzvorstand der Wienerberger AG.

Die Telekom Austria war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, da die Telefongesellschaft offenbar darum bemüht ist, den staatlichen Einfluss zu reduzieren. Über die Österreichische Industrieholding (ÖIAG) ist der Staat mit 25,2 Prozent größter Anteilseigner des Unternehmens. Nach dem Sieg der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) bei den Parlamentswahlen Anfang des Monats war offenbar keine weitere Privatisierung mehr zu erwarten.

Die "Financial Times Deutschland" hatte vergangene Woche berichtet, zwischen Telekom Austria und Wiener Regierung bahne sich ein Kompromiss an: Die ÖIAG bleibe weiterhin an der Festnetzsparte Fixnet beteiligt, während bei der Mobilfunktochter Mobilkom ein vollständiger Rückzug geplant sei.

Im vergangenen Jahr machte die Telekom Austria rund 4,4 Milliarden Euro Umsatz und beschäfte etwa 14.000 Mitarbeiter. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom  setzte 2005 rund 59,6 Milliarden Euro um und beschäftigte 244.000 Mitarbeiter.

manager-magazin.de mit Material von dow jones newswires

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