Synergien Wo Manager Reserven finden

Durch bereichsüberschreitende Kooperation lässt sich die Effizienz eines Unternehmens steigern. Wertpotenzial hat vor allem die Zusammenarbeit im Vertrieb. Das zeigt eine groß angelegte Studie, die der Harvard Businessmanager exklusiv veröffentlicht.

Hamburg - Wenn Manager über die Grenzen von Geschäftsbereichen hinaus zusammenarbeiten, sinken die Kosten und der Umsatz steigt. So lautet das Ergebnis einer Befragung von 116 Führungskräften aus den größten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Universität St. Gallen gemeinsam mit der Unternehmensberatung Capgemini durchgeführt hat.

Nur 8 Prozent der befragten Manager sagten, sie hätten sich gegen diese Art der Kooperation entschieden. "Sie befürchteten, Flexibilität einzubüßen, ihre Kerngeschäfte zu vernachlässigen, oder sie scheuten politische Konflikte zwischen den Abteilungen", schreiben die Studienautoren Michael Büttner, Petra Rumpf (beide Capgemini), Sebastian Knoll und Günter Müller-Stewens (beide Universität St. Gallen) in ihrem Beitrag für den aktuellen Harvard Businessmanagers 11/2006 .

Wer sich dagegen für Synergiemanagement entschieden hat, ist meist auch zufrieden damit (97 Prozent). Die Hälfte der Befürworter reduzierte die Kosten um mehr als 5 Prozent, über ein Drittel steigerte den Umsatz um mehr als 5 Prozent.

54 Prozent der Befragten schreiben der Zusammenarbeit im Vertrieb heute schon ein hohes Wertpotenzial zu. 39 Prozent erwarten, dass auch in der Forschung und Entwicklung in Zukunft noch beträchtliche Synergien zu heben sein werden.

Den Führungskräften geht es aber nicht nur um finanzielle Motive wie Effizienz oder Wachstum. Sie wollen damit auch die Bedürfnisse ihrer Kunden befriedigen und integrierte Geschäftsmodelle schaffen, also mehrere Geschäftsbereiche miteinander vernetzen.

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