Mittwoch, 20. November 2019

Ahold-Bilanzskandal Ex-Manager bekennt sich schuldig

Zunächst hatte er noch auf unschuldig plädiert. Nun hat der Ex-Finanzchef der US-Lebensmittelsparte von Ahold, Michael Resnick, seine Schuld offenbar eingestanden. Er soll Zahlen manipuliert haben, damit das Unternehmen seine Quartalsziele erreichen konnte.

New York - Der frühere Finanzchef der US-Lebensmittelsparte von Ahold Börsen-Chart zeigen hat sich im Zusammenhang mit dem Bilanzskandal bei dem niederländischen Supermarktkonzern für schuldig erklärt.

Milde Urteile: Ex-Ahold-Spitzenmanager kamen glimpflich davon, der Prozess gegen Resnick steht noch aus
Wie am Montag aus Gerichtsunterlagen hervor ging, bekannte sich Michael Resnick am 8. September vor einem US-Bezirksgericht in Manhattan für schuldig. Das Gerichtsverfahren gegen ihn sollte im Oktober beginnen. Das Urteil wurde bislang für Anfang Dezember erwartet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Resnick zusammen mit anderen von etwa 2001 bis Ende 2002 die Bücher der US-Sparte Foodservice von Ahold manipulierte, damit das Unternehmen seine Quartalsziele erreichen konnte. Im Juli 2004 hatte Resnick auf unschuldig plädiert.Ein Anwalt von Resnick konnte zunächst nicht erreicht werden.

Der Bilanzskandal war einer der größten seiner Art ein Europa und brachte Ahold an den Rand des Zusammenbruchs. Die früheren Ahold-Spitzenmanager kamen im Frühjahr vor einem Amsterdamer Gericht mit milden Strafen davon.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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