Bayer/Schering Higgens leitet neuen Pharmakonzern

Die Entscheidung fiel wie erwartet aus. Der Bayer-Manager Arthur Higgens wird Vorstandschef der neuen Bayer Schering Pharma AG. Den Aufsichtsrat des jetzt größten deutschen Pharmakonzerns wird Bayer-Chef Werner Wenning führen.

Berlin - Der Aufsichtsrat der künftigen Bayer Schering Pharma AG hat auf seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag wie erwartet den Bayer-Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning zum Vorsitzenden gewählt. Im Anschluss daran bestellte der Aufsichtsrat den Vorstand und berief Arthur Higgins zum Vorsitzenden. Das manager magazin hatte bereits Anfang Juni exklusiv über die Entscheidung des Bayer-Konzerns berichtet, dass Higgins Vorstandschef der neuen Gesellschaft wird.

Higgins, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Bayer-Gesundheitssparte HealthCare ist, äußerte sich zuversichtlich über die Perspektiven der künftigen Bayer Schering Pharma AG. Das kombinierte Unternehmen werde weltweit den siebten Rang unter den Anbietern von Pharma-Spezialitäten einnehmen. In der Biotechnologie werde Bayer Schering Pharma weltweit ebenfalls die Nummer sieben sein.

Auf der letzten Hauptversammlung der Berliner Schering AG  nach der Übernahme durch Bayer  im Juni hatten die Aktionäre am späten Mittwochabend der Umbenennung des Unternehmens in Bayer Schering Pharma zugestimmt. Ebenfalls gebilligt wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Bayer. Für Schering endeten damit 155 Jahre Unabhängigkeit.

Die vier scheidenden Schering-Vorstände, darunter der bisherige Schering-Chef Hubertus Erlen, erhalten insgesamt rund 25 Millionen Euro Abfindung. Schering-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita bezeichnete diese Summe am Mittwoch als angemessen. Bayer hält inzwischen mehr als 95 Prozent an Schering und kann die verbliebenen Aktionäre nun aus dem Unternehmen drängen.

Die neue Bayer Schering Pharma AG wird ihre Zentrale in Berlin haben und mit einem Umsatz von über neun Milliarden Euro die neue Nummer eins der deutschen Pharmabranche sein. Gegenwärtig beschäftigen der Bayer-Gesundheitsbereich 34.000 und Schering 24.500 Menschen. Bayer erwartet nach einer Fusion den Wegfall von 6000 Arbeitsplätzen weltweit.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp

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