Hewlett-Packard Gesprächiger Kontrolleur soll gehen

Es gelangten mehr Informationen an die Presse, als dem Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard lieb war. Deshalb soll Aufsichtsrat George Keyworth, Ex-Berater des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan, für seinen Posten nicht wieder nominiert werden.

New York - Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP)  geht wegen der Weitergabe von Firmeninterna gegen ein Mitglied seines Direktoriums vor. George Keyworth werde voraussichtlich nicht für eine weitere Amtszeit nominiert, teilte HP am Mittwoch mit. Der frühere wissenschaftliche Berater des ehemaligen US-Präsidenten Reagan stehe spätestens ab März 2007 nicht mehr zur Verfügung.

Eine innerbetriebliche Untersuchung habe ergeben, dass er unautorisiert Einzelheiten über Beratungen in dem Führungsgremium weitergegeben habe. Das kalifornische Justizministerium habe Informationen zu dem Vorfall angefordert. HP kündigte an, in vollem Umfang mit der Behörde zusammenzuarbeiten.

Der US-Börsenaufsicht SEC teilte HP darüber hinaus in einer Pflichtmitteilung mit, Privatdetektive engagiert zu haben. Diese hätten im Auftrag des Unternehmens Gespräche von Vorstandsmitgliedern abgehört, um Lecks für die Weitergabe vertraulicher Unternehmensinformationen an die Medien aufzuspüren.

George Keyworth lehnte es ab, von sich aus zurückzutreten. Er berief sich auf das Mandat der Aktionäre.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx