Blog-Beiträge, Teil 2 "Deutsche Manager, zieht euch warm an!"

Personalberater Hermann Sendele hat mit seiner provokanten These - viele Manager um die 40 hätten zu wenig Biss - offenbar ins Schwarze getroffen. Die Redaktion von manager-magazin.de erhält nun viele Beiträge, die wir hier (Teil 2, unredigiert) veröffentlichen.

Benutzername: mirindablue

Beitrag: Sehr geehrte Damen und Herren,

mit sehr großem Interesse haben ich als Frau Ihren Artikel "Satte Manager ohne Biss" gelesen. Warum betone ich gerade die geschlechtsspezifische Seite? Mehrere Jahre war ich als Unternehmerin, Coach, Krisen- und Projektmanagerin und als Strategien beratend für Unternehmen oder als Leitung für Projekte involviert. Meine Aufgaben bestanden explizit darin, Projekte aller Art sowie Marketingkonzepte, deren Prozesse entweder zum Stillstand gekommen oder zum Scheitern verurteilt waren, neu zu beleben oder gezielt umzustrukturieren. Im Bereich Personalentwicklung und Coaching beriet und unterstützte ich Projektbezogen das Management sowie die Projektteams.

Nicht nur als externe Projektmanagerin und Unternehmerin, sondern auch als ganzheitlich denkende Frau beobachtete ich immer wieder das gleiche Phänomen in einer fast ausschließlichen Männerdomäne im Management, wobei ich mich hier der Meinung von Herrn Sendele anschließen möchte: "Satte Manager ohne Biss", die es vorzüglich verstehen "ihre Sandkastenspiele" im Management sowie in Geschäftsbeziehungen durch eine perfekte Begabung der Rhetorik zu forcieren, jedoch sehr oft nicht in der Lage sind, Ziele strategisch durch Mut und Einsatz zu verfolgen. Ebenso sehen sie sich lieber auch in der Rolle des Häuptlings, als in der Rolle des Indianers, der ggf. auch einmal in die Ärmel hochkrempeln müsste. Delegieren statt "Arbeit vor Ort". Worin liegt aber die Scheu zum Handeln oder sollten wir uns lieber fragen: Was machen teilweise unsere Jungmanager gegenüber anderer Nationalitäten anders? Ist es vielleicht das System, gezielt ausgesuchte Führungspersonen so schnell wie möglich "nach Vorne" zu bringen.

Wozu anstrengen, wenn ich es doch auf dem Silbertablett präsentiert bekomme?...oder sind uns Statussymbole und Freizeitaktivitäten, mit denen wir im Bekannten- und Freundeskreis prahlen können, wichtiger...als unsere Hausaufgaben im Unternehmen zu machen? Wozu noch mehr anstrengen und private Bedürfnisse nach hinten verlagern, wir haben doch unsere "Belohnungen" erhalten und unsere Position gesichert? Rein nach dem Motto: "Mir kann doch nichts passieren und wenn, ich habe doch Beziehungen oder erhalte eine vertraglich geregelte und Existenz sichernde Abfindung!"...tja, wenn da nicht die anderen wären, die sich ihren Erfolg und ihre beruflichen Werdegang hart erkämpfen müssten..."die" ausgehungert, karriere- und geldgeil sind und es durch ihr eventuell kulturelles sowie wirtschaftliches Umfeld gewohnt sind, durch Flexibilität, Mut, Tollkühnheit und Anpassungsgabe zu überzeugen. Eben, die "anders denkenden Unternehmer", denen es kein Problem bereitet sogar in Gummistiefeln und hochgekrempelten Ärmeln zum Geschäftsmeeting zu erscheinen...spätestens, oder besser gesagt "frühestens" hier sollten Sie als Häuptling Ihre Sandkastenspiele beenden, langfristig umdenken, in Ihren Lebensvorstellungen abspecken und mit mehr "Mut" sich neue Perspetiven und Ziele schaffen. Und was noch viel wichtiger ist: Wann waren Sie das letzte Mal so richtig karriere- und geldgeil?....

Fazit einer Frau mit unternehmerischer Erfahrung, die früher im Hochleistungssport ihre ersten Brötchen verdient hat: Ziehen Sie einmal öfters Ihre Gummistiefel an und krempeln Sie die Ärmel hoch, denn erst im Zieleinlauf kommen Ihre Strategie und Biss zur Geltung und beweisen sich Ihre Reserven!

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Benutzername: Schmittel

Beitrag: Wenn Herr Sendele glaubt, daß nur die Manager, welche bereit sind Privatleben hintanzustellen und ihre Ellenbogen zu gebrauchen, gute Manager seien - so irrt er!

Im Gegenteil haben die Manager, die auch noch ein Privatleben haben und dieses pflegen, so - hoffentlich -noch Kontakt zu anderen "normalen" Personen in ihrem privaten Umfeld und damit noch ein wenig "Bodenhaftung".

Dies befähigt sie, über den Tellerrand technokratischer Entscheidungen hinaus festzustellen, daß ein Betrieb nicht nur aus betriebswirtschaftlich definierten Einzelkomponenten besteht und daß Mitarbeiter nur ein Kostenfaktor sind, sondern daß eben diese Mitarbeiter das wichtigste "Kapital" des Betriebes sind.

Der "Kettensägen"-Manager, der nur Kostenkürzungen im Personalbereich auf seiner betriebswirtschaftlichen Handlungspalette hat wird oft genug zwangsläufig zu kurz springen. Zwar wird kurzfristig der Gewinn steigen, aber eben nur kurzfristig. Schließlich soll ja auch noch irgendwer die hoffentlich noch immer vorhandenen Aufträge abarbeiten - und zwar mit der notwendigen Motivation.

"Wirtschaften" im besten Sinne bedeutet doch, permanent die organisatorischen Rationalisierungspotenziale zu heben, die Aktivitäten seines Unternehmens rentabel auszuweiten, neue hinzuzufügen und innovativ in der Produkt- und Angebotsentwicklung zu sein.

Und was die Höhe der Löhne und Gehälter in einem Hochlohnland wie Deutschland angeht, so wird Deutschland entweder bald kein Hochlohnland mehr sein oder Deutschland bzw. die EG wird wieder die alten Zollgrenzen errichten müssen (und alle anderen so genannten Hochlohnländer im Rahmen ihrer Wirtschaftszonen auch). Dies wird aber erst dann geschehen, wenn die USA damit beginnen. Daß wird spätestens dann der Fall sein, wenn die Globalisierung für die USA mehr Nachteil als Vorteil bedeutet - nämlich dann, wenn der US-Dollar nicht mehr die weltweit wichtigste Handelswährung, insbesondere natürlich "Öl-Währung", ist.


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Benutzername: 42

Beitrag: Die über 40jährigen im Mittelmanagement können doch nicht anders: Das Umfeld und die immer enger werdenden Freiräume im Mittelmanagement würgen Eigeninitiative ab, und auf dem Arbeitsmarkt gehört man zu den schwer oder nicht mehr Vermittelbaren.

Viele von uns haben sich (im Gegensatz zur Meinung von Herrn Sendele!) für die Karriere aufgerieben! Und dabei ist nicht nur unsere Energie auf der Strecke geblieben. Ich bin von geschiedenen, frustrierten Kollegen umgeben, die jede Menge Bekannte haben. die im Zuge von Restrukturierungswellen dem Arbeitsmarkt zugeführt wurden und dort gestrandet sind. Diejenigen, die noch eine Familie haben und den (meist bescheidenen) Wohlstand nicht aufs Spiel setzen wollen, vermeiden Fehler (die dann willkommener Anlass sind, um auf die schwarze Liste für die nächste Restrukturierung zu kommen). Ja, wir sind vielleicht risikoscheuer, aber wir haben auch mehr Einsatz im Spiel.

Und meist fängt der Fisch am Kopf an zu stinken: Solange wir kaum wirkliche Unternehmer im Top-Management haben, sondern nur selbstherrliche Verwalter oder Spieler, die nichts zu verlieren haben (Stichwort Goldener Fallschirm), nimmt die Frustration in den mittleren Rängen weiter zu. Allerdings kann auch im Management bei der immer stärkeren Regulierung und der entsprechenden Haftung der Spielraum stark eingeengt sein. Das gilt natürlich insbesondere für US-Unternehmen. Shareholder Value tut ein Übriges.

Wo sind die Alpha-Tiere in Deutschland, die wirklich Unternehmen und nicht Spielen oder Verwalten und die durch wirkliches Unternehmertum Freiräume schaffen, in denen auch die um 40jährigen sich entfalten können wie sie wollen? Und wo diese Ihre Erfahrung und Abgeklärtheit einbringen können, in bester Zusammenarbeit und Ergänzung mit dynamischen, hungrigen Jungen?


Benutzername: Motzer

Beitrag: Noch viel schlimmer sind unsere sogenannten Spitzenpolitiker. Weshalb? Haben keine interkulturelle Zeit im Ausland durchgemacht, so wie es heute von jedem Spitzenmanager verlangt wird. Somit fehlt Ihnen jegliches Verstaendnis fuer die Leistungen der auslaendischen Regierungen. Unsere Politiker leben immer noch auf der immer einsamer werdenden "Deutschland-Insel". Anscheinend haben unsere Spitzen nicht reliasiert, dass sie im Wettstreit mit den anderen Regierungen liegen. Wie sonst koennte es sein, dass andere Laender es schaffen, Investitoren anzuziehen. Dort werden die Steuern abgesenkt, damit es fuer Investoren attraktiv wird. Unsere Politiker glauben jedoch, sie koennen gegen die Unternehmen und auch gegen die Privatleute handeln. Steuern rauf wie es beliebt, nur um kurzfristig "Kapital" zu beschaffen. Macht ist ja recht und schoen. Aber diese sollte zum Wohle des Volkes angewandt werden und nicht gegen das Volk. So wird jedenfalls die Politik-Verdrossenheit weiter anstei gen. Und die Zahl der Auswanderer damit. Im naechsten halben Jahr werden wieder zahlreiche Firmen die Arbeitsplaetze ins Ausland verlagern. Und den Sitz der Gesellschaft aus steuerlichen Gruenden ebenfalls, z.B. nach Holland. Warum ist Holland besser? Aber was macht das schon. Ein paar Zuwanderer gleichen die Statistik zumindest wieder quantitativ aus. Qualiaet ist ja nicht mehr gefragt. Einzig allein was zaehlt ist die Kosten- und Preissenkung. Und damit muessen die Steuern wieder erhoeht werden, da sinkende Kosten und Preise gleich zu setzen sind mit weniger Steuern. Was kann das Volk tun? Bei der naechsten Wahl nur Politiker waehlen, die wesentlich laenger als ein paar Staatsbesuche im Ausland waren und dort erfolgreich gearbeitet haben. Die Betonung liegt auf erfolgreich und arbeiten.


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Benutzername: Independent

Beitrag: Aus meiner Erfahrung heraus kann ich die These sicher generell unterstreichen.

Auf der anderen Seite erfahre ich nur sehr selten einen search, in dem explizit nach der Uebernahme von Risikopositionen, Unternehmertum und Aufbau von neuen Geschaeftsfeldern gefragt wird.

Die heute 40-jaehrigen haben die Phase und die Ergebnisse der dot-com-Blase noch in den Knochen. Gefragt sind heute meist Macher in der Sanierung und darauf haben sich die jungen Manager eingestellt. Wo werden denn heute die Erfahrungen aus diesen Zeiten gesucht und anerkannt? Das hat nur in begrenztem Mass mit Life-Time-Balance zu tun, sondern mit Pragmatismuss.

Aus meinem Umfeld kenne ich einige erfahrene junge Executives, die mit den Hufen scharren, um wieder etwas zu bewegen. Auch auf Kosten der Freizeit.


Benutzername: Lemming

Beitrag: Hat denn Herr Sendele keine Familie ? Und eine Frau hat er wohl auch nicht, geschweige, denn eine Freundin, wenn er so etwas von sich gibt. So ein Müll kann auch nur von einem Personalberater kommen, der sich selbst nicht betroffen fühlt und gar nicht weiß was Arbeit heisst. Daß die Leute im Mittelmanagement die ärmsten Schweine sind ist ihm auch noch nicht klar geworden. Ich werde jetzt auch Personalberater...


Benutzername: The whining German

Beitrag: Was Manager am meisten auszeichnen sollte, ist die Faehigkeit, Situationen zu analysieren, die Luecke zum erwuenschten Resultat zu identifizieren, die richtigen Mitstreiter zu motivieren und den 'plan of attack' zu formulieren, um sie zu schliessen.

Der Beitrag hinterlässt den Eindruck, dass Herr Sendele bei der Analyse stecken geblieben ist und mit ein paar griffigen Spruechen auf sich aufmerksam machen will, ohne seinen Plan zum Loesen des Zustandes zumindest anzudeuten. Aber vielleicht erwartet er auch die Anrufe der Ratsuchenden Topmanager, die seine Dienste zum Losen dieser Probleme für einen entsprechenden Obulus benutzen.

Ich wuerde gern die Diskussion dazu benutzen um herauszufinden, wie auch 40jaehrige und darueber insbesondere in großen Unternehmen die Work-Life-Balance so definieren, dass keine Freizeitoptimierer werden. Wie waere es denn mit einer 80% Erfolgsorientierten Gehaltskomponente, wobei Erfolg nicht nur als Umsatzziel oder Shareholdervalue definiert sein muss?


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Benutzername: RUDOLF KERN

Beitrag: SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, DIE UNENTSCHLOSSENHEIT DER DEUTSCHEN MANAGER FUEHRT LETZTENDLICH ZUM KOLLAPS DER DEUTSCHEN UNTERNEHMEN. ICH BIN BEREITS SEIT 8 JAHREN AUSGEWANDWERT UND HABE BESTE ERFAHRUNGEN MIT INDISCHEN UND CHINESISCHEN UND RUSSISCHEN UNTERNEHMEN. DIE MEISTEN DEUTSCHEN MANAGER SIND UNENTSCHLOSSEN UND WOLLEN KEINERLEI RISIKO EINGEHEN, UM NUR DEREN PRIVATEN BEDUERFNISSEN GERECHTFERTIGT ZU WERDEN. DIES IST DER GROESSTE LEICHTSINN, DER JEMALS BEGANGEN WURDE UND BEGANGEN WIRD. ICH WUENSCHE ALLEN VIEL GLUECK IN DEUTSCHALND UND VOR ALLEM DEN "SOGENANNTEN MANAGERN" DIE ALLES ABWIRTSCHAFTEN.


Benutzername: bbelt

Beitrag: Unser westliches Wirtschaftssystem fördert seit 20 Jahren die falschen Leute.

Die Fokussierung auf schnellen, kurzfristigen monetären Gewinn bringt nur die Selbstdarsteller in die Führungspositionen. Unternehmertypen denken langfristig und inhaltsbezogen. Die heutigen Führungskräfte sind erstklassige Schüler in der Führungslehre gewesen, aber führen kann man oder nicht, aber man kann es nicht lernen.

Denken Sie an den Beitrag über Josef Ackermann: sein Ziel war es, Wohlstand zu erwerben. Worüber wundern wir uns dann noch ...?

Kein Spitzensportler ist an der Spitze, weil er Spitzensport gelernt hat (auf Grund der so genannten Chancengleichheit müsste ja auch noch jeder dazu zugelassen werden) oder weil er soviel Geld verdient. In den entscheidenden Augenblicken der Leistungserbringung zählt nur eines: der Wille, Ergebnisse zu bringen.

Das sollte man unter anderem bedenken, wenn man über die angeblich so schlechte Wirtschaftslage jammert.


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Benutzername: YDstny

Beitrag: Das Hauptproblem der Antriebslosigkeit im Top-Management sehe ich vorwiegend in deren Umfeld. Es existiert eine "Klassengesellschaft". Manager sind vorwiegend aus gehobenen Haushalten. Reiche Eltern ermöglichten ihren Kindern eine optimale Ausbildung und konditionieren sie schon frühzeitig auf den Umgang mit diesem Teil der Gesellschaft.

Das Bestreben, die "Klasse" zu erhalten und gegen fremdes Eindringen zu sichern, sorgt dafür, dass vorwiegend nur Gleichgestellte hohe Positionen in Unternehmen innehaben. Aufgrund ihres gesicherten Backgrounds haben es viele verlernt, mit der Basis des Unternehmens zu Kommunizieren und gemeinsam ein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Nicht die Manager erwirtschaften Mehrwert, sondern die Mitarbeiter. Manager führen und gestalten nur.

Viel elementarer ist jedoch die Problematik, dass die Umwelt immer dynamischer wird. Der Mensch ist tendenziell flekmatisch und hat, je nach seiner Herkunft, ein mehr oder minder ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit und Kontinuität. Um gemeinsam mit den Mitarbeitern ein erfolgreiches Change-Management zu betreiben, bedarf es einen hohen Grad an sozialer Kompetenz.

Auch ein funktionierendes Wissensmanagement im Unternehmen muss gemeinsam mit den Mitarbeitern aufgebaut werden. Heute sind Mitarbeiter nicht mehr auf Lebenszeit innerhalb eines Unternehmens. Um die Erfahrungen und das Wissen der Mitarbeiter nicht zu verlieren, muss dies geeignet erfasst werden, ohne dem Mitarbeiter das Gefühl zu geben, er wäre nur noch ein ausführendes Werkzeug. Vielmehr sollte den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, sich weiter zu entwickeln, sich zu verwirklichen.

Wie in meinen Ausführungen zu erkennen sein sollte, ist die Fokussierung auf den Mitarbeiter gerichtet, obwohl ich selbst im Management sitze. Lehre den Mitarbeitern, mit Veränderungen umzugehen, dann werden auch die Manager dies lernen. Doch das Management muss immer an seine Vorbildfunktion denken und eine Bereitschaft vorleben. Zitat: (Karl Marx) Die herrschende Meinung ist die Meinung des Herrschenden.

Um den Ehrgeiz der Manager zu steigern, muss der Zugang zum Management Barrierefreier werden und somit der Wettbewerb gesteigert werden. Auch muss die Gesellschaft lernen, besser mit Veränderungen umzugehen.


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Benutzername: Dr. J. Haller

Beitrag: Für die heute 40jährigen stimme ich Ihnen zu. Sie sind in den "Goldenen 90ern" bzw. am Anfang der New Economy an relativ problemlos an Top-Jobs gekommen und haben sich inzwischen hochgearbeitet. Für die heute 30jährigen sieht es m.E. anders aus: Viele auch Hochqualifizierte haben Probleme überhaupt einen festen, unbefristeten Einstiegsjob zu bekommen. Und wenn ja, dann müssen härter ran als jede Generation in Deutschland vor Ihnen in dem Alter. Zudem bleibt ihnen immer weniger Geld. Nicht nur, dass die Einstiegsgehälter real im Sinkflug sind, sondern auch, dass der Staat immer mehr abkassiert. Das ganze Klima in Deutschland ist extrem leistungsfeindlich. Da braucht man sich nicht wundern, wenn sich Keiner anstrengt!


Benutzername: wildjogi

Beitrag: Selbstgestrickte Rechtfertigung eines Personalberaters warum er Bewerber über 40 nicht mehr berücksichtigt bzw. bei Restrukturierungen frei setzt!

Ausbildung, Können, Wissen, Einsatz ist heute keine Voraussetzung mehr einen Arbeitsplatz zu behalten und/oder einen neuen zu bekommen (weis ich aus eigener Erfahrung). Auch die Gehaltsschicht bis 150 T? ist heutzutage von Arbeitslosigkeit bedroht und, wenn über 40, kaum mit Aussicht auf einen neuen Job.

Es dürfte nur wenige geben, welche aus eigenen Mittel den Lebensunterhalt von 40 bis 80 aufbringen können. Wer/welches Unternehmen gibt einer geistig und räumlich flexiblen, über 45 jährigen, Führungskraft die Chance zur Weiterentwicklung? Habe bis jetzt noch keinen getroffen! Habe aber genügend Altersgenossen getroffen, die das Gerede nicht mehr ab können!!


Benutzername: Softwareberater45

Beitrag: Sehr geehrte Damen und Herren, ich gebe Herrn Sendele 100% recht!. Ich arbeite seit 14 Jahren als Softwareberater in so ziemlich allen Branchen und konnte in der Vergangenheit feststellen, dass nur ein verschwindend kleiner Teil der Manager im mittleren Management sich zu neuen Ufer aufmacht. Wenn einmal eine Entscheidung für Neuerungen getroffen wurde werden diese zum Teil nur halbherzig unterstützt. Oftmals wird nur soviel getan um bei Problemen seinen Kopf heraus zu ziehen und andere dumm dastehen zu lassen. Hier fehlt auch oft das Monitoring der Top Manager die nach der Entscheidung oft die zweite Führungsebene im Regen stehen lässt. Das am Ende der kleine Mitarbeiter in der Linie das alles ausbaden muss ist klar und sorgt dafür das alle nur noch gerade mal so ihren Job machen um nicht aufzufallen.

Da ich schon einige internationale Projekte durchgeführt habe, auch gerade mit US-Amerikanern, kann ich nur sagen "Deutsche Manager zieht euch warm an". In den USA hat kaum einer Probleme für ein Softwareprojekt einen indischen Manager einzusetzen. Diese haben zum Teil exzellente Ausbildungen auch auf Eliteuniversitäten in England absolviert und sind hungrig. Ein verschlafener deutscher Manager hat da keine Chance und kostet das Doppelte.

Ich denke, dass Deutschland schon weit zurückgefallen ist umso mehr, da Fehlerhafte Entwicklung erst nach einigen Jahren durchschlagen und es dann meistens schon zu spät ist das Ruder herum zu reisen.

Denken Sie daran das mittlerweile ein Großteil der hungrigen Deutschen Manager das Land verlassen hat oder sich mit dem Gedanken trägt dies zu tun.

Alles in allem keine gute Ausgangsvoraussetzung für die Zukunft der Leistungsfähigkeit für die deutsche Wirtschaft.


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Benutzername: CS

Beitrag: Das Problem bezieht sich nicht nur auf Manager, sondern auf die gesamte Bevölkerung unabhängig von Ihrem Status.

Dies lässt sich am leichtesten an den Existenzgründungen ablesen. Im meinem Bekanntenkreis sind sehr viel gut ausgebildete Akademiker, nur von denen denkt nicht einmal einer daran sich als Unternehmer zu versuchen. Die Unternehmer mit denen ich zu tun habe, besitzen durch die Bank eine "minderwertige" Ausbildung (Hauptschule, Realschule) und haben keinen materiellen Background der Familie.

Ich denke wenn die Leute nur halb soviel Energie in Ihre Arbeit legen würden, wie in die nächste Urlaubsplanung dann wären in Deutschland viele Probleme gelöst.

Nur mit diesen Freizeitjunkies, die ja mittlerweile den Grossteil unserer Bevölkerung ausmachen, kann man nichts bewegen, dies sehe ich leider jeden Tag in meinem eigenen Unternehmen.


Benutzername: Christoph

Beitrag: Natürlich wird es immer welche geben, die nach oben streben und solche, die "absteigen", und im Zeitalter der Globalisierung kommt die Konkurrenz eben auch aus Russland und China - ich glaube aber nicht, das Deutschland Exportweltmeister ist, weil die Manager hier besonders bequem sind. Ich bereite mich gerade auf eine einwöchige Asienreise vor, opfere mein Wochenende und auch sonst viel Freizeit für den Job und das ist wahrlich "normal" in meinem Bekanntenkreis. Wochentags ins Theater oder ins Kino - seit Jahren nicht gemacht, der Job verlangt volle Flexibilität. Der Herr Sendele sollte mal aus seiner Welt der sicheren Renten herabsteigen und sich mal ansehen, was wirklich bei den 40jährigen heute passiert, bei einer Generation die weder einen sicheren Job hat noch Aussicht auf eine Rente und völlig zu Recht das hier und jetzt geniesst!


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